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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 16:11 Uhr

Wittenburg : Wenn es dem Nachbarn gut geht....

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Interregionales Tourismuskonzept u.a. von Bürgermeistern, Biosphärenreservatsamt und Wittenburg Village GmbH unterzeichnet

von
erstellt am 28.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Nur wenn es dem Nachbar gut geht, kann man selbst auch im Frieden leben, wachsen und gedeihen. Eingedenk dieser alten Binsenweisheit hat sich die Wittenburger Stadtspitze für ein Interregionales Tourismuskonzept namens „S“, steht für „Sehen, Shopping und Spaß“, eingesetzt. Die Potentiale der Region aufzeigen, bündeln und nach außen hin sichtbar machen, ist das Ziel dieser Kooperationsvereinbarung, die am Montag im Rathaus von Bürgermeistern der umliegenden Städte, dem Biosphärenreservatsamt sowie der Wittenburg Village GmbH unterzeichnet und mit Dienstsiegeln beglaubigt wurde. Nicht anwesend , jedoch entschuldigt, waren das Amt Zarrentin, die Stadt Schwerin, der Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin e.V. sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg mbH. Das Amt Strahlendorf trifft die endgültige Entscheidung, mitzumachen, erst Anfang Oktober.

„Ein formeller Beschluss fehlt noch“, sagte Gastgeberin und Wittenburgs Stadtoberhaupt Margret Seemann. Und betonte: Es solle unter Einbeziehung des Tourismus, der Infrastruktur, der Kultur und des Einzelhandels ein strategisches Fundament geschaffen werden, die Region touristisch wie wirtschaftlich nachhaltig weiter zu entwickeln.

„Wittenburg Village soll nicht nur ein Erfolg für unsere Stadt werden. Dafür brauchen wir die Region, die Kommunen und alle touristischen Akteure“, so Seemann weiter. Das Wirtschaftsministerium des Landes habe bereits signalisiert, eine Kooperationsvereinbarung öffentlich zu fördern. Der Antrag darauf könne jedoch erst gestellt werden, wenn sich alle 13 Akteure mit ihrer Unterschrift positioniert hätten.

„Es ist richtig und wichtig, dass ein Wittenburg Village an der A 24 errichtet wird“, betonte Boizenburgs Bürgermeister Harald Jäschke. Man brauche jede Menge Verkehr, der sei gesichert. „So hat auch Schwerin Chancen auf ganz viele Tagesbesucher.“

Als einen „Riesenschritt“ bezeichnete Volker Wünsche von der Wittenburg Village GmbH das Vorhaben. „Wir werden alles tun, damit das Projekt ein Erfolg wird“, versprach er der Runde im Rathaussaal. Forderte aber auch ein, dass an den Angeboten gemeinsam gearbeitet werden müsse. Ein Marketing-Experte solle an den kommenden Zusammenkünften teilnehmen.

Das Ludwigsluster Stadtoberhaupt Reinhard Mach mahnte die Anwesenden, „nicht zu eng zu denken.“ Dass der Tourismusverband die Initiative begleite, begrüße er. „Der Tourist denkt nicht in politischen Grenzen. Deshalb müssen wir die Schnittstellen in die konzeptionelle Arbeit mit einbeziehen. Konzepte, die im Schrank verschwinden, weil sie nicht umsetzbar sind, nützen niemandem.“

Nordwestmecklenburg mit ins Boot zu holen, sei leider nicht gelungen, bedauerte Margret Seemann. Hier versprach der Leiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe, Klaus Jarmatz, das Thema noch mal in die Region zu tragen. „Der Tourismus muss in sich funktionieren. Die gesamte Region mit einzubeziehen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Anlagengebundener Tourismus hilft, die Aufenthaltsdauer der Besucher zu erhöhen.“

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