Bildergalerie : Wenn die Wehr zum Wettstreit ruft

Hier knien sich alle voll rein, das Foto zeigt die Redefiner Wehr beim Löschangriff nass.  Fotos: Pohle
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Hier knien sich alle voll rein, das Foto zeigt die Redefiner Wehr beim Löschangriff nass. Fotos: Pohle

Pätow war am Sonnabend ein hervorragender Gastgeber des traditionsreichen Wettstreits der Wehren des Amtes Hagenow Land

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23. April 2017, 14:32 Uhr

Wenn es einen Preis für Einsatz und Mühe für die Vorbereitung eines Amtswettstreites geben würde, die Helfer der Feuerwehr von Pätow und Steegen hätten ihn mit Sicherheit verdient gehabt. Genauso wie Leonie Thoms und ihre Mannschaft von der Agrarvereinigung Toddin/Pätow. Die stellte nicht nur die Fläche am Ortsausgang Pätows zur Verfügung. Der weitläufige Platz war im Vorfeld extra noch einmal gepflügt worden. Den Feinschliff unter Einsatz von gleich drei privaten Rasentraktoren übernahm dann die Jugendwehr. Schließlich ist auch noch der sehr rührige Förderverein der Wehr zu erwähnen, die Unternehmer aus der Region, die mit Ständen vor Ort waren und die Verkehrswacht. Bürgermeister Holger Maty und Amtswehrführer Steven Böbel hatten dann zur Eröffnung bei eiskalten aber trockenen Bedingungen dann auch Mühe, alle Beteiligten zu begrüßen.

 

Begeisternd war vor allem die hohe Zahl der Meldungen, alles in allem standen am Morgen gut 500 Männer, Frauen und Kinder als Aktive und Betreuer auf dem Platz. „Wir sind als Feuerwehrleute alle eine Familie, das hat man heute wieder gemerkt. Bei uns hilft man sich nicht nur bei der Vorbereitung, hier drückt man sich auch beim Wettkampf die Daumen. So muss es auch sein“, so Böbel im Gespräch mit der SVZ. Nächstes Indiz: Auffallend viele Bürgermeister von Gemeinden des Amtes Hagenow Land waren mit ihren Feuerwehren nach Pätow gekommen. Besser kann man den Rückhalt in einer Gemeinde wohl kaum deutlich machen.

Das Programm des Tages war auch aus feuerwehrtechnischen Aspekten anspruchsvoll. Gleich fünf Stationen waren auf dem weitläufigen Gelände aufgebaut. „Ich bin sehr zufrieden mit der Disziplin und dem Niveau, alle haben sich fabelhaft verhalten“, lobt der 40-jährige Amtswehrführer Steven Böbel nach dem Wettkampf, der bis zum frühen Nachmittag dauerte.

Im Vergleich mit dem Vorjahr gab es es mehr Teilnehmer, lediglich drei Wehren fehlten. Böbel lobte neben den fleißigen Gastgebern vor allem seine beiden Stellvertreter Marc-André Zengel aus Steegen sowie Andreas Ziedo aus Strohkirchen.

Auch wenn man als Beobachter am Sonnabend in Pätow optisch nicht den Eindruck hatte, auch die Wehren im Bereich des Amtes Hagenow Land drückt das Nachwuchsproblem. Von zehn Mitgliedern einer Jugendwehr schaffen nach Schätzungen gerade einmal drei den Sprung in die Erwachsenenwehr. Schon jetzt kann zu normalen Zeiten an Werktagen keine Feuerwehr des Amtes volle Einsatzbereitschaft garantieren. Dafür arbeiten zu viele Einsatzkräfte auswärts. Die Lösung besteht in der so genannten Verbund - alarmierung, die garantiert, dass immer mindestens eine Löschgruppe ausrücken kann. Gut, dass es die Hagenower Wehr gibt, die am Sonnabend auch am Amtswettstreit teilnahm. Das tut sie schon seit vielen Jahren, auch Hagenows Bürgermeister war schon am Morgen selbstverständlich mit auf dem Platz. Auch im Einsatzalltag spielen die Hagenower eine wichtige Rolle, die Zusammenarbeit mit den Kameraden im Bereich Hagenow-Land ist traditionell sehr gut. Da sind die Feuerwehren deutlich weiter als die Kommunalpolitik.

Auch wenn der Wettstreit sehr früh im Jahr stattfindet hat man doch damit gute Erfahrungen gesammelt. Schließlich würden für alle Wehren in diesem Jahr noch zahlreiche Termine folgen. Im nächsten Jahr wird Setzin die Gastgeberrolle für den Ausscheid übernehmen, ganz steht das noch nicht fest. Der Ausscheid wurde von einigen Unternehmen aus der Region unterstützt, u. a. auch bei der Verpflegung der Teilnehmer.

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