Brömsenberg/Gößlow : Wenn die Sude den Paddler ruft...

Ingo Valentin und Dirk Bretschneider nahe Brömsenberg im „Anflug“ auf der Sude.
1 von 4
Ingo Valentin und Dirk Bretschneider nahe Brömsenberg im „Anflug“ auf der Sude.

... dann sollte man Zeit und Geschick mitbringen und lernt dafür ein Naturparadies aus neuer Perspektive kennen

23-11367778_23-66107385_1416391975.JPG von
05. August 2015, 11:50 Uhr

Eine Paddeltour auf der Sude ist ein etwas mühsames Abenteuer aber dafür ein sehr schönes. Und das schon wegen der anderen Perspektive auf die Landschaft und ihre Schönheiten, die man als Bootsfahrer schon wegen der wassernahen Sitzposition fast zwangsläufig bekommt.

Wer auf dem mecklenburgischen Fluß mit dem Boot unterwegs sein will, muss gleich mehrere Dinge beachten. Zum einen kann man nicht auf allen Abschnitten fahren (zu flach) , zum anderen gibt es auch zeitliche Begrenzungen wegen des hier geltenden Naturschutzes. Wer da sichergehen will, sollte im Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe nachfragen.

Grundsätzlich ist die Sude sicher von Kuhstorf bis Brömsenberg befahrbar. Wer es kürzer mag, kann auch die Strecke von Gößlow, wo es eine wunderbare Einsetzstelle gibt, bis nach Brömsenberg fahren. Das allein ist schon anspruchsvoll genug. In Brömsenberg an der Alten Mühle angekommen, muss wegen des dortigen Wehrs und der alten Fischtreppe umgesetzt werden. Von dort aus lässt ich die Sude in einen weiteren Abschnitt bis nach Gothmann befahren.

SVZ hatte den Vorteil, einen Teil der Strecke, mit zwei Fachleuten absolvieren zu können. Mit Dirk Bretschneider, dem Chefpaddler von Biber-Jesse-Tours. Und mit Ingo Valentin, einem der Ranger das Amtes.

Balance halten ist wichtig, sonst ist man schneller in der Sude als man denkt. Wäre nicht weiter schlimm, der Fluß ist auch bei gutem Wasserstand nicht unendlich tief, das Ufer immer in der Nähe. Auch die Geschwindigkeit des Fließgewässer ist überschaubar, zumal, wenn es in Richtung Elbe geht. Paddeln muss man trotzdem immer, wenn man denn ankommen will. Um die Schön- und Feinheiten der Natur in und am Fluß entdecken zu wollen, bedarf es eh einer langsamen Fahrweise. Gut wenn man einen Fachmann wie Ingo Valtenin dabei hat, der jeden Biberbau hier kennt, der auf einen Eisvogel hinweist, seltene Pflanzen erkennt und so nach und nach ein Bewusstsein für die schöne und vor allem intakte Natur schafft, die an der Sude zu finden ist.

Ein paar Stunden ist man schon unterwegs, zumal, wenn es um eine Gruppe geht. Um die 16 Kilometer sollen es sein von Kuhstorf bis nach Brömsenberg, fünf Stunden sind eine realistische Zeit. Wer weiter in Richtung Gothmann will, der landet dann schon bei einer Tagesreise. Dafür gibt es viel Grün, Wasserpflanzen und Fische zu entdecken und mit viel Glück vielleicht auch einen Biber.

Die nächste Gelegenheit zur geführten Tour auf der Sude gibt es am 29. August in der Zeit von 10 bis 14.30 Uhr. Treffpunkt ist im Lübtheener Ortsteil Brömsenberg an der alten Wassermühle. Motto des Tages: „Mit dem Ranger auf der Sude“. Das Ganze ist für 8 bis 15 Personen ausgelegt, in Gößlow ist ein Picknik am Rastplatz geplant. Für die Gebühr gibt es die Kanuausleihe, eine Schwimmweste und den Transport. Die Anmeldungen sind bis kurz vor demTermin möglich. Tel. 0172-1799297 Für Gruppen werden auf Anfrage auch andere Termine mit Biber-Jesse-Tours möglich gemacht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen