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Hagenower Kreisblatt

19. August 2017 | 01:57 Uhr

Zeetze : Wenn die Herbststürme toben

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Stabsrahmenübung für die Einsatzleitung der Feuerwehren im Amt Neuhaus über einen simulierten Stromausfall

Für viele bedeutet der Herbst das Fallen bunter Blätter und windiges Wetter. Aber was, wenn Mutter Natur übertreibt und dies heftige Stürme und Stromausfälle zur Folge hat, die das alltägliche Leben beeinträchtigen?
Mit genau diesem Themenschwerpunkt beschäftigten sich die Feuerwehrleute, genauer gesagt der Stab der Einsatzleitung, sowie zwei Vertreter der Verwaltung und der Bundeswehr vor Kurzem im Feuerwehrhaus Zeetze.

Ausgegangen wurde von anhaltendem Sturm mit bis zu 115 Kilometern pro Stunde und bereits mehreren laufenden Einsätzen im Amt Neuhaus. Mit moderner Technik, Karten und taktischen Zeichen galt es zu allererst für Stabsleiter Dirk Stöckmann und Gemeindebrandmeister Dirk Baumann, ihre Mannschaft auf den aktuellen Stand zu bringen und weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Um 9.30 Uhr wurde durch die technische Einsatzleitung der Katastrophenalarm für diese Übungslage ausgelöst, und für die Feuerwehrleute ging es an den Arbeitsplätzen stürmisch her: auch hier gab es einen (in die Übung eingebauten) Stromausfall. Die Technik reagierte mit hektischem Piepen, die Einsatzkräfte blickten ungläubig gen Deckenlampen. Eine Notstromversorgung wurde umgehend sichergestellt.

Zur Ruhe kamen die Ehrenamtlichen dennoch nicht: die Meldungen kamen Schlag auf Schlag. Sie wurden durch sogenannte „Einspieler“ über verschiedene Kommunikationswege an die Stabsmitglieder weitergeleitet. So hieß es dann binnen kürzester Zeit: die örtlichen Supermärkte können ihre Waren nicht mehr kühlen, verschiedene Ställe mit Nutzvieh können nicht ausreichend belüftet werden oder die Bewohner der Altenheime benötigen Hilfe. Ohne zu zögern gab es kurze, stichhaltige Absprachen untereinander und es wurde nach der bekannten Regel im Einsatzgeschehen „Menschen vor Tieren vor Gütern“ gehandelt. Die Vertreter der Bundeswehr standen dabei beratend zur Seite und zeigten Möglichkeiten zur Hilfeleistung auf. Die Verwaltung unterstützte und sorgte dafür, dass die Einwohner bei einem realen Katastrophenfall über wichtige Maßnahmen informiert werden. Nach sieben Stunden beendete die technische Einsatzleitung die Übung, namens „Rauher Herbst“. Danach werteten die Stabsmitglieder der Gemeinde Amt Neuhaus die Übung aus. Auch wurden Verbesserungsvorschläge für ähnliche Katastrophenlagen unterbreitet.





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erstellt am 26.Okt.2016 | 12:02 Uhr

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