Lübtheen : Wenn die Boliden durchziehen

Trecker-Treck, die Veranstaltung ist nichts für Umweltaktivisten. Tilo Röpcke
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Trecker-Treck, die Veranstaltung ist nichts für Umweltaktivisten. Tilo Röpcke

Trecker-Treck in Lübtheen erwies sich wieder als Publikumsmagnet / Mehr als 800 Zuschauer kamen auf die Moto-Cross-Bahn

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22. Juni 2015, 19:21 Uhr

Trecker-Treck als leidenschaftliches Hobby für Fahrer aber auch Zuschauer kann man ohne Zweifel schon als ein wenig speziell bezeichnen: Sowohl ohrenbetäubender Lärm, ölverschmierte Overalls, als auch Staub und der Geruch von Abgasen beherrschten am vergangenen Sonntag das weitläufige Areal an der Moto-Cross-Bahn in Lübtheen.

Die „Hubraumteufel“ und der Motorsportclub der Lindenstadt organisierten die mittlerweile schon 13. Auflage des spektakulären Wettkampfes der Landmaschinen. Sowohl in der 1,6 bis 18 Tonnen Standardklasse, in der Belarus- und ZT-Sportklasse, als auch in der bei den mehr als 800 Zuschauern sehr beliebten freien Klasse kämpften die angetretenen Teams aus ganz Norddeutschland um beste Leistungen auf den beiden 80 Meter langen Bahnen.

Hauptorganisator Ronny Schupetta waren die Strapazen der vergangenen Tage und Wochen deutlich anzumerken. Mehr als zwanzig Motorsportbegeisterte der beiden ausrichtenden Teams hatten mit den organisatorischen Vorbereitungen und der Herrichtung des Platzes direkt an der Moto-Cross-Bahn alle Hände voll zu tun. „Die Leitplanke steht hier zwar immer, allerdings musste die Wiese gegrubbert, gewalzt und gewässert sowie der umliegende Rasen für den zu erwarteten großen Ansturm der Besucher durch Mähen präpariert werden“, erläutert Schupetta den immensen Aufwand im Vorfeld des Trecker-Trecks. Zum Glück weiß der 33-jährige selbstständige Mechatroniker eine engagierte Familie hinter sich, die sein zeitaufwendiges Hobby toleriert und ihn dabei tatkräftig unterstützt. Die Anfänge dieser Kultveranstaltung liegen nunmehr 15 Jahre zurück. Seinerzeit organisierte Ronny Schupetta mit ein paar Freunden, allesamt Traktorenbesitzer und Liebhaber dieser landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge, auf der Cross-Bahn in Lübtheen den ersten privaten Trecker-Treck mit lediglich mit 50 Startern.

„Durch Buschfunk hat sich unser kleines Treffen sehr schnell herumgesprochen, so dass wir von Jahr zu Jahr gewachsen sind, mit heute bis zu 150 Startern in allen Gewichtsklassen“, erläutert Schupetta bevor er zu seinem eigenen Start in der freien Klasse enteilt. Das Team der „Hubraumteufel“ ging mit drei Eigenbau-Boliden an den Start. Zum einen mit dem bereits sehr bekannten „Highländer“ mit Panzermotor, 3,5 Tonnen Gesamtmasse, dreißig Liter Hubraum und etwa 1000 PS Leistung. Zum Starten dieses Giganten sind eine 1000 Ampere Batterie sowie fünfzig Bar Luftdruck notwendig. Aber auch die beiden kleineren Fahrzeuge „Bronko“ und „Bastard“ begeisterten die Zuschauer durch ihr Aussehen und ihre große Leistungsfähigkeit. Mit dem Odderader Bremswagenteam gingen auch wieder alte Bekannte an den Start. Mit zwei Bremswagen war das Odderader Team in Lübtheen vor Ort und sorgte in bewährter Manier mit den zur Verfügung gestellten Gewichten und der für jedes startende Team notwendigen Waage für einen reibungslosen Ablauf des 13. Trecker-Trecks in der Lindenstadt Lübtheen.

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