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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 09:19 Uhr

Wittenburg : Wenn Bäuche sprechen...

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Das erste Festival der Bauchrednerkunst in MV zieht mehr als 400 Fans an – einige von ihnen bringen sogar ihre Puppen mit nach Wittenburg

von
erstellt am 25.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Martina Lust und Horst Liebschen reisten am Sonnabend eigens aus Berlin an, um sich die große Premiere des Bauchrednerfestivals in Mecklenburg-Vorpommern nicht entgehen zu lassen. Im Heustadl des Alpincenters Hamburg-Wittenburg trafen sich Deutschlands beste Bauchredner, organisiert vom Verein der Bauchrednerfreunde e.V..

„Im Oktober des vergangenen Jahres konnte ich erstmalig in Bad Bevensen ein derartiges Festival miterleben. Ich war von dieser Kunst so fasziniert, dass ich sie nun selbst erlernen möchte“, schwärmte die Berlinerin. Sogar ihre Piraten-Handpuppe brachte Martina Lust mit nach Wittenburg. Um ihren Traum vom Bauchreden in Zukunft ein wenig näher kommen zu können, wird sie schon in naher Zukunft an einem Workshop teilnehmen.

Als einer der Ersten konnten am Abend Petra Will und Klaus Henkelmann aus Dömitz sogar in der vordersten Reihe im Heustadl Platz nehmen. „Meine Kollegin hatte die Karten, aber keine Zeit. Wir dagegen hatten Zeit, aber keine Karten“, erzählt Petra Will. Die beiden Dömitzer kennen den Gastgeber des Abends, Eddy Steinfatt aus Malliß, sogar persönlich. „Auf der Goldenen Hochzeit meiner Eltern im vergangenen September rockte Eddy die Party und sorgte damit für ein unvergessliches Ereignis“, schwärmte Petra Will. Ihr Vater arbeitete gemeinsam mit Edward Steinfatt im Rundstab- und Sportgerätewerk in Dömitz.

Dieses bundesweite Festival feierte jetzt zwar Premiere in Wittenburg, fand allerdings bereits zum achten Mal mit der Creme de la Creme der Bauchrednerkunst statt. Unter ihnen auch Dietmar Belda aus Walsrode, der als Präsident der Bauchrednerfreunde e.V. fungiert. Seine Frau Ellis präsentierte unmittelbar vor der Show nicht ohne Stolz einige seiner Handpuppen, die die Rentnerin seit nunmehr zehn Jahren in mühevoller Handarbeit anfertigt. „Sie sind alle Einzelstücke. Mehr als einen Monat benötige ich für den Bau einer solchen Handpuppe, von denen mein Mann mittlerweile zwanzig individuelle Exemplare besitzt“, erzählt Ellis Belda. Dietmar Belda, alias „Didibel“, ist nicht nur Präsident des Vereins der Bauchrednerfreunde, sondern auch mehrfacher Preisträger bei den Deutschen Meisterschaften im Zaubern und bietet bundesweite Bauchrednerseminare an.

Mit von der Partie war auch Stephan Eichler aus Grönwohld bei Hamburg, der als „Hektor der Gaukler“ mittlerweile zu einer festen Größe des Bauchrednerfestivals gehört. „Heute können die Gäste eine absolute Premiere erleben. Erstmals werde ich nicht in die Rolle eines Zauberers schlüpfen, sondern mich selbst als Bauchredner versuchen“, sagt der Norddeutsche. Es sei für ihn schon immer ein großer Traum gewesen, auch diese Kunst zu beherrschen. Der gelernte Krankenpfleger verdiente noch bis zum vergangenen Jahr seine Brötchen als Krankenpfleger in einem Krankenhaus. Mittlerweile versucht er als „Hektor der Gaukler“ allein nur mit seiner Kunst über die Runden zu kommen.

Die mehr als 400 Zuschauer werden es wohl nicht bereut haben, im Heustadl Gast gewesen zu sein, um mehr über die Bauchrednerkunst zu erfahren und einen amüsanten Abend zu verbringen.

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