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Neue Pastorin : Wenn aus Leid wieder Freude wird

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Neue Pastorin der Kirchgemeinde Gresse-Granzin und Zweedorf Johanna Montesanto mit besonderen Ansichten über ihren Beruf

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2017 | 05:00 Uhr

„Da waren mal alle zusammen an einem Ort“, berichtet die neue Pastorin der Kirchgemeinde Gresse-Granzlin und Zweedorf, Johanna Montesanto, über den Tag ihrer Ordination. Am 1. Oktober fand diese im Rahmen des Erntedankgottesdienstes in der Kirche in Gresse statt.

Und mit ihrer Feststellung versucht die verheiratete Mutter einer einjährigen Tochter die Situation in ihrer neuen Kirchgemeinde zu beschreiben. Genau genommen sind es sogar zwei Gemeinden mit insgesamt neun Kirchen und Kapellen. Da gibt es auf der einen Seite Gresse-Granzin mit 553 Mitgliedern und die Gemeinde Zweedorf mit 141 Mitgliedern.

Das bedeutet für die Pastorin, dass sie viel unterwegs sein wird. In jedem Ort soll nämlich nicht nur ein Gottesdienst im regelmäßigen Turnus gehalten werden, der 33-jährigen sind außerdem Gespräche mit und Besuche bei ihren Gemeindemitgliedern vor Ort von großer Bedeutung. „Es ist wichtig, dass man dran ist am Menschen, denn jeder hat seine eigene Identität“, soll eine Prämisse ihrer Gemeindearbeit sein.

Und dass jeder Mensch anders ist, erfährt Montesanto in ihrer neuen Gemeinde im besten Sinne. „Man tickt anders auf dem Dorf und jeder Ort mit seinen Bewohnern hat seine Eigenarten“, freut sich die Pastorin über die zahlreichen Facetten ihres neuen Aufgabengebietes.

Dabei wird Montesanto sicherlich auch ihr Studium zu Gute kommen. Sie studierte in Rostock und Rom bis zum Jahr 2014 nicht nur evangelische sondern auch ökumenische Theologie. Letztere befasst sich mit dem Dialog zwischen den verschiedenen Konfessionen. Eine Eigenschaft, die der Pastorin auch in der Praxis weiterhilft.

Beweisen konnte sie sich schon während ihres dreijährigen Vikariats in einem Stadtteil von Hamburg. Zu vergleichen ist dieses jedoch nicht mit ihren zukünftigen Aufgaben in und um Gresse. „Es ist aber schön, dass es so anders ist“ gibt die Theologin zu.

Außerdem hat sich Montesanto ganz bewusst für die Kirchgemeinde entschieden: „Hier passt das Umfeld für unsere ganze Familie.“ Zudem ist die Pastorin eine Befürworterin der ländlichen Region. „Die Kirche ist seit hunderten von Jahren eine Institution im Dorf. Sie steht mitten in ihm und das soll auch so bleiben.“ Ganz neu ist ihr der ländliche Raum jedoch nicht. Bereits vor ihrem Studium absolvierte sie ein freiwilliges ökonomisches Jahr im 1600 Meter hoch gelegenen Begegnungszentrum Agape. Das prägte Montesanto sehr.

Dass sich die Pastorin so wohl fühlt mit ihrer Entscheidung, wird auch die Kirchengemeinderäte sehr freuen. So haben sich die zwei Amtsinhaberinnen vor der jungen Pastorin nach ihrem jeweils dreijährigen Probedienst wegbeworben. Im letzten Jahr erfolgte sogar nur eine vertretungsweise Betreuung. Aber trotz dieses Jahres fand Montesanto ein lebendiges Gemeindeleben vor und freut sich darüber. „Die Gemeindemitglieder sind sehr motiviert und unterstützen mich.“

Den Beruf will Johanna Montesanto auf keinen Fall wechseln, die sagt: „Es gibt nichts Schöneres, als Pastorin zu sein. Man begleitet die Menschen nämlich in allen Lebenslagen, freudiger wie trauriger Natur. Es macht unfassbar viel Spaß zu sehen wie aus Leid wieder Freude werden kann.“

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