Hagenow : Weniger Empfänger von Wohngeld

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2677 Erwerbstätige, Rentner und Arbeitslose im Landkreis erhalten laut Statistik 92 Euro im Monat

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17. August 2015, 19:39 Uhr

Die Rente von Herrn H. ist gering, die alleinerziehende Frau G. kommt mit ihrem Job als Grafikerin finanziell kaum über die Runden. Beide liegen aber über der Grundsicherung, deswegen können sie zu ihren monatlichen Einkünften Wohngeld erhalten. Das bekamen im Kreis Ludwigslust-Parchim zum Stichtag 31. Dezember 2013 insgesamt 2677 Erwerbstätige, Rentner oder Arbeitslose. Das waren 13,8 Prozent weniger Empfänger-Haushalte als zum Jahresende 2012. Landesweit sank die Empfängerzahl um 13,5 Prozent. Die gute Nachricht für Menschen mit niedrigem Einkommen: 2016 wird es höhere Zuschüsse und andere Bemessungsgrenzen geben.

Die Idee mittels Wohngeld Wohnraum bezahlbar zu halten, stammt aus den 1960-er Jahren. 1965, vor 50 Jahren, wurde erstmals ein Wohngeldgesetz beschlossen, um Einkommensschwachen zu helfen, ihre Miete zu zahlen oder ein Häusle behalten zu können. Das Wohngeld wird dabei nur zusätzlich zum Einkommen aus Arbeit oder Rente als Mietzuschuss bei Mietern oder Lastenzuschuss bei Eigentümern gezahlt.

Heute sieht es so aus: Durchschnittlich 92 Euro erhielten die 2677 Empfänger-Haushalte (Vorjahr: 3106) im Kreis Ludwigslust-Parchim monatlich, sagen die Daten des Statistischen Landesamtes. Insgesamt 2264 Haushalte wurden bei der Miete unterstützt (88 Euro im Monat), weitere 413 Haushalte erhielten einen Lastenzuschuss (112 Euro pro Monat).

Zusammengerechnet wurden im Kreis Ludwigslust-Parchim 2013 rund 2,96 Millionen Euro Wohngeld und Lastenzuschuss ausgezahlt. (2012: 3,47 Millionen Euro).

Vor allem Mieten verändern sich gerade teils drastisch. Für 2016 hat der Bundestag jetzt eine Erhöhung des Wohngeldes beschlossen. Was genau das ausmacht, kommt auf den Ort an, an dem der Mieter wohnt. Im Schnitt kann laut Bundesbauministerium ein Zwei-Personen-Haushalt 186 statt 112 Euro bekommen. Die Miethöchstbeträge werden dabei regional gestaffelt angehoben, denn je nach Kreis oder Ort und lokalen Mieten gelten per Mietenstufen Höchstbeträge, die den Betrag bestimmen, bis zu dem die Miete durch das Wohngeld bezuschusst wird.
 

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