Lindenschule Lübtheen : Wenige Meter in ein neues Leben

Marie Münchow und Michelle Schröder (r.) beteiligen sich fast in jedem Jahr am Schnuppertag für die neuen Fünftklässler in Lübtheen. Hier zeigen sie ein Chemie-Experiment.
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Marie Münchow und Michelle Schröder (r.) beteiligen sich fast in jedem Jahr am Schnuppertag für die neuen Fünftklässler in Lübtheen. Hier zeigen sie ein Chemie-Experiment.

Wie die Lindenschule in Lübtheen ihre Viertklässler auf den Gebäudewechsel und die kommenden Aufgaben vorbereitet...

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06. Januar 2018, 21:00 Uhr

Eigentlich sind es ja nur ein paar Meter von der Grundschule in Lübtheen bis hin zur Regionalschule. Doch für alle Viertklässler ist diese geringe Distanz im Sommer ein durchaus großer Schritt. „Dann gehören sie ja nicht mehr zu den Kleinen. Aber um ihnen die Angst vor den Großen etwas zu nehmen, veranstalten wir auch in diesem Jahr wieder einen Schnuppertag“, sagt Schulleiter Andreas Cordt.

Die Klassen 4a und b werden sich am 12. Januar also schon das erste Mal gemeinsam auf die Socken machen und den „Großen“ einen Besuch abstatten. Dass sie herzlich willkommen geheißen werden, dafür sorgen Lehrer und Schüler gleichermaßen. Denn wenn der Schnuppertag startet, haben die Lübtheener bereits ein großes Programm vorbereitet.

Ob Marianne Natschke in Physik, Astrid Kulschewski in Biologie, Heike Seifert in Informatik oder Gertraude Jeckel in Chemie - alle Fachlehrer haben sich für ihren 25-minütigen Block etwas ausgedacht, das Spaß macht und Hemmungen nehmen wird. So zeigt Getraude Jeckel in diesen Schnupperstunden gern Experimente mit Aha-Effekt. Beispielsweise wie Wasser vermengt mit einer Brausetablette Kerzen auspusten kann. „Da freuen sich die Neuankömmlinge jedes Jahr darüber und sehen gleich, dass das Fach Chemie Spaß machen kann“, so Jenckel. Auch wenn das natürlich erst ab der 7. Klasse auf die jetzige 4a und b zukommt.

Anders ist das beispielsweise im Fach Musik, wo künftig zwar die gleiche Lehrerin unterrichten wird, aber es neue Herausforderungen geben wird. „Ein Instrument zu spielen und Noten lernen ist eben etwas anderes als nur zu singen“ sagt Schulleiter Andreas Cordt. Am wichtigsten beim Schnuppertag sei es aber immer, die möglichen Barrieren im Kopf der Kinder zu überwinden. Weil sich ältere Schüler immer besonders sensibel um die Neuen kümmern, bricht das Eis schnell.

„Und dass sie künftig auf dem Schulhof auf dem anderen Sportplatz kicken, wird ihnen, wird ihnen auch nicht schwer fallen“, so Cordt.

Natürlich wird es einige Kinder im Sommer auch in die Gesamtschule nach Dömitz oder in die Musik bzw. Begabten-Gymnasien nach Schwerin ziehen, aber 90 Prozent bleiben eben in Lübtheen. „Gerade mit unserem Ganztags-Konzept inklusive Hausaufgaben-Betreuung, Sport-, Kunst-, und Kultur-Angeboten können wir punkten“, sagt Schulleiter Cordt, der dem Schnuppertag schon entgegenfiebert.

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