Wittenburg : Weiter im Unruhestand

Ein gutes Team: Hannelore Philipp (l.) und Brigitte Steinberger.
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Ein gutes Team: Hannelore Philipp (l.) und Brigitte Steinberger.

Hannelore Philipp nimmt Abschied von Wittenburger Bibliothek / Neue Aufgaben in Schwerin stehen an

svz.de von
03. Juli 2015, 12:00 Uhr

Die Wittenburger Stadtbibliothek muss künftig auf eine ihrer kompetenten Mitarbeiterinnen verzichten. Hannelore Philipp hatte zu Wochenbeginn ihren letzten Arbeitstag und nahm offiziell Abschied von ihrer Wirkungsstätte im Rathaus, an der sie mit einer kleinen Pause mehrere Jahre ehrenamtlich tätig war. Grund für die Trennung ist ein anstehender Umzug von Wittenburg nach Schwerin.

Hannelore Philipp kann sich noch gut daran erinnern, wie sie nach dem Ende ihrer beruflichen Karriere zu der neuen Aufgabe in der Bibliothek gekommen war. „Ich bin einem Aufruf der Stadt gefolgt, die ehrenamtliche Mitstreiter gesucht hatte“, sagt die 64-Jährige. Und so wechselte die damals bereits pensionierte Lehrerin von der Schule ins Reich der Bücher.

Nachdem die langjährige Mitarbeiterin der Stadtbibliothek, Hildegard Koch, in den Ruhestand verabschiedet worden war, hatte die Kommune sich mit einer Bitte um freiwillige Helfer an die Öffentlichkeit gewandt. Neun Bürger meldeten sich daraufhin bei der Kommune und bekundeten ihren Willen, ehrenamtlich der Stadt bei verschiedenen Projekten unter die Arme zu greifen. Drei von ihnen wurden in der Bibliothek gebraucht.

Die Stadt wollte zwar die Personalkosten für die zweite Stelle in der Bibliothek einsparen. Weil es aber mit nur einer Kraft schwierig war, den Service weiterhin aufrecht zu erhalten, kam angesichts der knappen Kassen seinerzeit das Angebot der freiwilligen Helfer gerade recht. Unter den drei Frauen, die dann im März 2009 ihr Ehrenamt antraten, war auch Hannelore Philipp.

Kolleginnen und Nutzer der Bibliothek profitierten über Jahre von ihrem Wissensschatz und ihrem literarischen Verständnis. Wegbegleiter beschreiben sie als engagiert, motiviert und hilfsbereit.

Die Leiterin der Stadtbibliothek, Brigitte Steinberger, bedauert den Weggang ihrer Mitstreiterin sehr. „Mir tut das leid“, sagte sie. Es werde bestimmt schwer, einen ähnlich qualifizierten Nachfolger zu finden, räumt Steinberger ein.

Auch Hannelore Philipp fällt der Abschied nicht leicht. „Ich habe diese Arbeit sehr gerne gemacht“, betont sie. „Wir waren ein absolut gutes Team. Wir haben uns super verstanden“, fügt sie an ihre bisherige Chefin gerichtet hinzu.

Eine neue Aufgabe für Schwerin hat Philipp bereits: Ab September wird sie im Kostüm der Großherzogin Alexandrine im Auftrag des Stadtmarketings Touristen durch die Altstadt sowie den Burg- und Schlossgarten führen. Dafür hat sie einen dreimonatigen Kurs als Gästeführerin belegt. Einen Antrag für die Aufnahme in den Schlossverein hat sie ebenfalls gestellt.

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