zur Navigation springen

Kuhstorf : „Weiße Brühe“ läuft in den Graben

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Behörde ermittelt: Umweltverschmutzung in Kuhstorf festgestellt. Verunreinigungen von einer Hoffläche laufen ins öffentliche Gewässer.

von
erstellt am 26.Feb.2016 | 20:45 Uhr

Eine weiße und stinkende Brühe stand auch gestern noch im Graben am Bauernende in Kuhstorf, der weiter in die Sude führt. Anwohner haben das Umweltamt des Landkreises informiert, weil sie eine Umweltverschmutzung vermuten.

Was war geschehen? Dem Landkreis wurde am Dienstag die Verschmutzung des Grabens in Kuhstorf angezeigt, die nach Aussagen von Anwohnern bereits am vergangenen Wochenende aufgetreten sein soll. Noch am Dienstag wurde nach den Worten des Sprechers des Landkreises, Andreas Bonin, das Areal durch den Fachdienst Natur- und Umweltschutz in Augenschein genommen. Verunreinigungen von der Hoffläche der dortigen Biogasanlage waren nach seinen Worten in einen Ablauf und über eine Verrohrung in den Graben gelangt.

„Als der Mitarbeiter des Fachdienstes Natur- und Umweltschutz des Landkreises dort war, lief kein verschmutztes Wasser aus einem Rohr ins Gewässer. Nach den ersten 100 Metern, die sauber waren, war dann festzustellen, dass das Wasser milchig trüb war“, so Bonin. Das Umweltamt ordnete an, die Hoffläche sofort zu reinigen und Vorsorge zu treffen, dass kein verschmutztes Wasser mehr ins Gewässer gelangen kann. Der Fachdienst hat sich eine Nachkontrolle vorbehalten, heißt es weiter aus der Kreisverwaltung.

Die Geschäftsführung der Biogasanlage in Kuhstorf wollte sich auf SVZ-Nachfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu diesem Problem äußern.

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Kuhstorf, Annelies Ehm, ist der Meinung, dass der Landwirt seinen Hof sauber halten soll. „Sie müssen vor allem darauf achten, dass so etwas nicht wieder passiert. Dafür müssen dort die Vorkehrungen getroffen werden“, sagte sie im SVZ-Gespräch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen