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Fragen zum Wochenende : „Weiberwirtschaft“ vom Feinsten

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Winnie und Maxi Zieger sind die beiden Power-Frauen hinter dem Hof Schaalsee in Waschow.

von
erstellt am 16.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Eigentlich stecken Winnie  und Maxi Zieger bis über beide Ohren in den Vorbereitungen des alljährlichen Hoffestes, das morgen von 11 bis 16 Uhr bei ihnen in Waschow stattfindet. Dennoch nehmen sich die beiden lebenslustigen wie fleißigen Schwestern Zeit,  SVZ-Redakteur Thorsten Meier auf ihrer Terasse mit Rundumblick über  den ganzen Hof die beliebten Fragen zum Wochenende zu beantworten.

Maxi ist Fleischermeisterin seit 2004, hat die Familienfleischerei mit aufgebaut, nachdem sie das berufliche Rüstzeug bei den Ludwigsluster Fleischwaren gelernt hatte.  Ihren Gesellenbrief hat die heute 33-Jährige  mit „Sehr gut “ gemacht. Von der IHK gab’s deshalb ein Stipendium, um gleich den Meister ranzuhängen.

Winnie, 26 Jahre jung, ist Landwirtin. Kümmert sich um die 160 Rinder und 180 Schweine. Beide Schwestern gehen in ihrer arg bemessenen Freizeit gerne tanzen. „Unsere Hobbies sind derzeit unsere Kinder“, sagen sie fast zeitgleich.

Was  ist Ihr Lebensmotto?

Maxi:  Das „Imperium“, so nennen wir es mitunter scherzhaft,  muss immer laufen. Egal, was passiert. Und Familie ist wichtig. Unsere Kunden schätzen das Familiäre bei uns, dass wir alle total normal und bodenständig sind. Was wir machen, das sind wir auch.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Winnie: Mein Lieblingsplatz ist zu Hause auf der Terasse am Haus oder abends auf der Couch. Da entspanne ich mich total.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Maxi: Mit Schweinebuchten säubern und ausspritzen. Das gab immerhin zehn Mark pro Buchte.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Maxi: (lacht lauthals) Das habe ich gespart, ich war immer geizig. Hauptsache erst mal haben und dann weitersehen.

Wo findet man Sie am ehesten?

Winnie: Auf dem Hof. Im Stall bei den Färsen und Bullen. Unsere Arbeitstage sind in der Regel immer sehr lang.

Was würden Sie gern noch können?

Maxi: Richtig gut tanzen können, beispielsweise  lateinamerikanische Tänze oder Tango. Wenn ich Tänzer sehe, die mit der Musik eins werden, bin ich immer total begeistert.

Was stört Sie an anderen?

Maxi: Faulsein und Rumjammern, das beides kann ich überhaupt nicht leiden. Wer jammert, ist oft selbst dran schuld.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Winnie und Maxi: Ganz klar unser Papa. Er steht immer hinter uns, hat zwei Betriebe aufgebaut. Auf ihn und unsere Mutter können wir uns immer zu 100 Prozent verlassen.

Was bedeutet Ihnen Glück?

Winnie: Wenn die ganze Familie am Tisch sitzt und gesund ist.  Wenn wir spüren, dass uns ein ganz besonderes Band verbindet.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Maxi: Den Schauspieler Will Smith oder den amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Die beiden finde ich interessant.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Maxi und Winnie: „Fifty shades of grey“, das ist eine erotische Roman-Trilogie der britischen Autorin E. L. James. Dieses Buch  hat uns beide begeistert.

Wie würden Sie sich mit einem Wort beschreiben?

Winnie und Maxi: Sehr ehrgeizig.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?

Maxi:  Fleisch, Wurst und Red Bull sowie immer was Süßes für die Kinder.

Winnie: Fruchtzwerge und Milch.

Wenn Sie Kochen oder Essen gehen, was kommt bei Ihnen auf den Tisch?

Winnie und Maxi: Ganz klar italienische Küche.  Die Gerichte der italienischen Küche gehören mit Sicherheit zu den reizvollsten und traditionsreichsten der Welt. Sie sind einfach und trotzdem raffiniert, sehr gesund und schmecken einfach nur lecker.

Auf was könnten Sie niemals verzichten?

Winnie: Auf meine ganze Familie.

Wo ist für Sie Heimat?

Maxi: In Mecklenburg, ich brauche keine Berge.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?

Winnie: Erstens: Dass unser Vater wieder gesund wird. Zweitens: Dass die Kredite bald abgezahlt sind. Und drittens: Dass das Unternehmen sich noch vergrößert. Denn wir haben noch so viele Ideen.

Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?

Maxi: Eine Rundreise mit meinem Mann durch Australien.

Winnie: Eine Reise nach Paris. Es fehlt leider nur noch der Mann, der mich dorthin bringt. (seufzt gespielt)

Verraten Sie uns etwas, was kaum jemand über Sie weiß?

Maxi: Dass wir eine Weiberwirtschaft sind und der Hof von zwei Frauen geführt wird, nämlich uns beiden. Das wissen die wenigsten Leute.

Winnie: Ich hasse es, Schuhe zu kaufen. Das nervt mich...

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?

Ute Rohrbeck aus Rögnitz. Die stellt  ganz tollen Ziegenkäse  her.

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