Neue Wache Zarrentin : Wehr nun einsatzbereit und hoch motiviert

Jeder Handgriff sitzt: Die Zarrentiner Kameraden demonstrieren die Stabilisierung eines verunfallten PKW.  Fotos: Tilo Röpcke
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Jeder Handgriff sitzt: Die Zarrentiner Kameraden demonstrieren die Stabilisierung eines verunfallten PKW. Fotos: Tilo Röpcke

Zwar verzögerte ein Einsatz das Fest zum Tag der offenen Tür bei der Zarrentiner Wehr kurz - dann aber konnten die Kameraden stolz ihre erweiterte Wache präsentieren.

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15. April 2018, 21:00 Uhr

Während Wehrführer Jens Arndt am vergangenen Sonnabend gerade damit beschäftigt war, gemeinsam mit seinen Kameraden die letzten Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr zu tätigen, ertönt urplötzlich sein Pieper. 9.31 Uhr - Verkehrsunfall auf der A24 Fahrtrichtung Berlin am Kilometer 62,5 mit offensichtlich eingeklemmten und verletzten Personen. Mit drei Einsatzfahrzeugen, die für den Tag der offenen Tür bereits vor der Zarrentiner Feuerwache aufgestellt waren, rückten 22 Kameraden in Richtung Unfallstelle aus. „Zum Glück wurde durch uns eine Bergung der verunfallten Personen nicht notwendig“, zeigte sich Arndt nur eine Stunde nach der Alarmierung erleichtert. Zwischenzeitlich verrichteten die Jungen und Mädchen der Jugendwehr die letzten Handgriffe, sodass nur mit kurzer Verspätung das kleine Fest an der Zarrentiner Feuerwache starten konnte.

„Der Einsatz heute Morgen zeigt kurioserweise deutliche Parallelen zum vergangenen Wochenende. Unmittelbar nach Beendigung des großen Umzuges anlässlich des 80-jährigen Stadtrechtes wurden wir zu einem Scheunenbrand nach Neuenkirchen gerufen“, erinnert sich Bernd Schwan, stellvertretender Ortswehrführer, der sich am Sonnabend bereits seit sieben Uhr morgens um die Gulaschkanone kümmerte und somit nicht zum Einsatz rausfahren konnte. Nachdem alle Kameraden wohlbehalten von ihrem Einsatz auf der Bundesautobahn heimkehrten, demonstrierten sie den vielen Gästen unter anderem die Bekämpfung eines Fettbrandes oder die Stabilisierung eines verunfallten Personenkraftwagens. „Sowohl in der Kindertagesstätte als auch in unserer Schule unterrichte ich die Kinder in der Brandschutzerziehung. Mit unserem Rauchhaus wollen wir auch heute den Gästen den Sinn und Zweck von Rauchmeldern demonstrieren“, erzählt Jens Arndt im Gespräch mit der SVZ.

Mit dem Tag der offenen Tür, der in dieser Form schon seit vielen Jahren nicht mehr stattgefunden hat, wollten die derzeit 60 aktiven Kameraden und 35 Mitglieder der Jugendwehr und Floriangruppe den gerade erst fertig gestellten Anbau der Öffentlichkeit präsentieren. „Im März des vergangenen Jahres wurde mit der dringend notwendigen Erweiterung unserer Feuerwache begonnen. Nun verfügen wir neben einer kleinen Werkstatt, einem Lager- und Umkleideraum sowie einem Anhängerstellplatz auch über eine moderne Absauganlage für unsere Fahrzeugtechnik“, sagt Jens Arndt nicht ohne Stolz. Immerhin 180 000 Euro habe sich die Stadt Zarrentin den Anbau kosten lassen, wobei die Kameraden sämtliche Malerarbeiten in Eigenregie durchgeführt haben und somit die Baukosten deutlich senken konnten. „Auf unsere Feuerwehr ist stets Verlass. Sie sind ein unverzichtbarer Helfer und Garant für die Festlichkeiten in unserer Stadt. Daher haben wir sie gerne unterstützt und freuen uns gemeinsam mit ihnen über die fertiggestellten Baumaßnahmen“, war Bürgermeister Klaus Draeger stolz.







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