Traditionelle Adventsausstellung : Webstuhl klappert eigene Melodie

Behält immer den Überblick und verliert niemals den Faden: Professionell bearbeitet Kat von Stenglin den großen Webstuhl in ihrer Werkstatt. Dort entstehen u.a. Textilien für den Wohnbereich wie Wolldecken, flache Sitzpolster, Gobelins und Kissen Fotos: Thorsten Meier
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Behält immer den Überblick und verliert niemals den Faden: Professionell bearbeitet Kat von Stenglin den großen Webstuhl in ihrer Werkstatt. Dort entstehen u.a. Textilien für den Wohnbereich wie Wolldecken, flache Sitzpolster, Gobelins und Kissen Fotos: Thorsten Meier

Kat von Stenglin vom Eichenhof in Picher betreibt seltenes Handwerk

svz.de von
06. Dezember 2015, 16:44 Uhr

„Weben ist etwas sehr Angenehmes und Sinnliches an den Händen. Man arbeitet mit wohlriechenden Materialien, wie Leinen“, gesteht Kat von Stenglin. Es sei für sie nach wie vor faszinierend, aus ein paar Fäden ein Stück Stoff herzustellen. Das Muster zu berechnen, habe etwas sehr Abwechslungsreiches wie auch Geordnetes.

Kat von Stenglin ist in ihrer Werkstatt die Künstlerin, die niemals den Faden verliert. Ein Laie würde schon beim Versuch, auf dem großen Webstuhl mit seinen 1,60 Metern Arbeitsbreite etwas in Bewegung zu bringen, hoffnungslos auf ganzer Linie scheitern. Kat von Stenglin bedient ihre beiden Webstühle hingegen mit schwungvoller Leichtigkeit. Kein Wunder, beherrscht sie ihr seltenes Handwerk doch bereits seit über drei Jahrzehnten, wie sie im SVZ-Gespräch verrät. Die schwarze Katze rekelt sich derweil herrschaftlich auf dem Stuhl, der Ofen bollert seine Wärme in den Raum neben der Küche. Und an der Wand zerhackt ein in die Jahre gekommener Regulator die Zeit hörbar in kleine Stückchen.


Man tritt das Muster ähnlich wie im Orgelspiel


„Wenn der Webstuhl seine ganz eigene Melodie klappert, weiß man, dass es wird. Dass man einst ist, mit der Arbeit. Dann hat man das Zusammenspiel zwischen Füßen, Händen und Kopf begriffen. Man tritt das Muster mit dem Fuß, ähnlich wie beim Orgelspiel. Mit der Hand schießt man das Schiffchen“, erklärt die Handwebmeisterin, die sich einst in Weißenfels bei Halle das berufliche Rüstzeug innerhalb von zwei Ausbildungsjahren aneignete. Lesen Sie den ganzen Beitrag in der Montagsausgabe.

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