Amtsausscheid der Feuerwehren Amt Boizenburg Land : Was tun, wenn’s brennt?

Beim Löschangriff „trocken“ wird jeder Handgriff bewertet, hier bei der Mannschaft aus Bengerstorf.
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Beim Löschangriff „trocken“ wird jeder Handgriff bewertet, hier bei der Mannschaft aus Bengerstorf.

Die 18 Mannschaften der Feuerwehren des Amtes Boizenburg Land und aus Boizenburg wetteiferten beim Löschangriff „nass“ und „trocken“

svz.de von
22. Mai 2017, 05:00 Uhr

„An welchen Orten entsteht bei einem Brand am ehesten Kohlenmonoxid?“, war eine der Fragen, die die 18 angetretenen Mannschaften beim Ausscheid des Amtes Boizenburg Land und der Stadt Boizenburg am Sonnabend beantworten mussten. Neben der Station mit 20 brennenden Fragen wetteiferten die Feuerwehr-Teams außerdem im Löschangriff „nass“ und „trocken“ sowie bei der Ersten Hilfe miteinander. „Beim Löschangriff ‘trocken’ oder auch CTIF kommt es auf jeden Handgriff an, der entsprechend der Dienstvorschrift drei ausgeführt werden muss“, erklärte der Boizenburger Wehrführer Reinhold Tiede. Für jeden Fehler erhält eine Mannschaft Strafzeit. Der Löschangriff „trocken“ würde den Erfordernissen eines realen Einsatzes näher kommen als der Löschangriff „nass“, der eher die sportliche Variante sei. Swen Gutzke, Wehrführer in Wiebendorf, war mit den nur 15 Strafsekunden seines Teams jedenfalls sehr zufrieden.

Boizenburg war zusammen mit den Teams aus Schwartow und Bahlen insgesamt mit drei Mannschaften angetreten. „Wir sind elf Gemeinden, aber aus Dersenow und Brahlstorf sind keine Mannschaften dabei, aus Besitz dafür drei und aus Neu Gülze zwei“, erklärte Amtswehrführer Toralf Pfohl. Er betreute den Fragenkomplex. Die junge und gut gelaunte Crew aus Besitz wusste bei der Frage nach dem Kohlenmonoxid die Antwort: „Da, wo Kunststoffteile in geschlossenen Räumen brennen.“ Und nicht nur das. „Perfekt. Alle 20 Fragen richtig“, freute sich Wehrführer Ronny Kubat, der zusammen mit Frank Ahrens aus Neu Gülze als Nachfolger für Toralf Pfohl gehandelt wird. „Das mache ich aber nur, wenn ich gleichzeitig Wehrführer in Besitz bleiben kann und mein Team dahinter steht“, verriet er der SVZ. In Besitz gibt es derzeit 60 aktive Feuerwehrleute und zehn in der Jugendwehr, dazu noch 50 Ehrenamtliche und Fördervereinsmitglieder.

„Das macht gerade richtig Spaß. Wenn wir uns freitags zum Dienst treffen, sind wir immer so 30 Leute. Und danach erzählen wir und essen Bockwurst“ erklärte Kubat.

Den ersten Platz belegte in der Gesamtwertung des Ausscheids die Feuerwehr Schwartow, den zweiten die Feuerwehr Schanheide und den dritten die Mannschaft aus Kuhlenfeld. Beim Löschangriff „nass“ siegte dagegen Schwanheide vor Schwartow und Kuhelnfeld (3. Platz).

„Unser Erfolgsgeheimnis ist viel Ehrgeiz und Training“, erklärte Kevin Buck, Wehrführer der FFW Schwartow.

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