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Hagenower Werkstätten : Was Menschen mit Handicap leisten

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Noch ist es ruhig in seiner Fahrradwerkstatt. Benny Marschinski schraubt am aufgebockten Mountain-Bike, und grinst. Der Mitarbeiter der Hagenower Werkstätten freut sich schon auf die Besucher am Tag der offenen Tür.

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erstellt am 12.Apr.2012 | 10:08 Uhr

Hagenow | Noch ist es ruhig in seiner Fahrradwerkstatt. Benny Marschinski schraubt am aufgebockten Mountain-Bike, und grinst. Der junge Mitarbeiter der Hagenower Werkstätten freut sich schon auf die Besucher, die sich am 27. April seinen Arbeitsplatz anschauen können. Und auch seine 261 Kollegen zeigen an diesem Tag der offenen Tür gerne, was sie alles drauf haben.

"Aufgeregt und stolz" - so beschreibt Werkstattleiter Detlef Postler die Stimmung seiner Schützlinge, die montieren, verpacken, nähen, schreinern, kochen und eben schrauben. Für ihn ist es wichtig, dass auch Außenstehende sehen, was Menschen mit Handicap in den Werkstätten des Lebenshilfewerkes Mölln-Hagenow alles so leisten.

In den Führungen von 10 bis 12 Uhr können die Gäste sich die vielen Bereiche, wie die Tischlerei, Metallbearbeitung, das Näh-Atelier oder die Garten- und Landschaftspflege anschauen. Ein Shuttleservice bringt die Besucher zu den Außenstellen. Ebenso die Partner aus Wirtschaft und Politik dürfen sich vom breiten Spektrum überzeugen. Und auch wenn das prinzipiell jeden Tag möglich sei, "so ein Tag der offenen Tür bietet doch noch einen anderen Rahmen", sagt Detlef Postler.

Und er legt Wert auf so einen Austausch. Berührungsängste haben zumindest seine Beschäftigten nicht. Freundlich begrüßen sie jeden Gast, der durchs Haus schlendert, und sprechen ihn an. So dürfen die Besucher auch gerne fragen, handwerkliche Produkte anschauen und sich selbst ausprobieren bei Mitmachaktionen. Das Kulturprogramm übernehmen nachmittags der Chor Carpe Diem, die Tanzgruppen Let’s dance aus den Hagenower Werkstätten und Taifun aus den Boizenburger Werkstätten. Alle zwei Jahre gewähren die Beschäftigten aus Hagenow Besuchern Einblicke in ihre tägliche Arbeit. So auch Benny Marschinski, der seit einem Jahr zusammen mit seinem Kollegen Thomas Kuffner die neue Fahrradwerkstatt betreibt. Davor war er bei den Schlossern im metallverarbeitenden Bereich, wo er auch heute noch aushilft. "Ich habe hier so viel gelernt", sagt der junge Hagenower. Ob Frühjahrs-Check oder Fahrrad-Reparaturen - das gehört mittlerweile zu den täglichen Aufgaben des jungen Werkstatt-Mitarbeiters.

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