Hagenow : Was geht ab in der Alten Synagoge?

Ein Muss zum St. Patricks-Day in Hagenow: Am 16. März 2018 ist die Schweriner Band „Reel“ zum irischen Nationalfeiertag wieder Gast in Hagenow. Fotos: Hirschmann
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Ein Muss zum St. Patricks-Day in Hagenow: Am 16. März 2018 ist die Schweriner Band „Reel“ zum irischen Nationalfeiertag wieder Gast in Hagenow. Fotos: Hirschmann

Interview mit Thomas Kühn vom örtlichen Museum zum kulturellen Angebot 2018 im Hagenower Kulturzentrum

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04. Januar 2018, 12:00 Uhr

Das Kulturzentrum Alte Synagoge in Hagenow hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem anerkannten Ort für zeitgenössische Kunst und Kultur entwickelt. Zum Jahresstart sprach Dieter Hirschmann vom Hagenower Kreisblatt mit Thomas Kühn vom Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend und Alte Synagoge über das neue Veranstaltungsangebot.

SVZ: Wieviel Besucher zählten Sie denn im vergangenen Jahr zu den Veranstaltungen in der Alten Synagoge?

Thomas Kühn: Nur wenn ich die Konzerte ansehen, hatten wir mehr als 1000 Besucher. Hinzu kommen dann die Gäste zu den einzelnen Ausstellungen. Schauen wir uns insgesamt die Entwicklung der Zahlen an, so haben wir durchaus eine steigende Tendenz.

Sind Sie denn zufrieden mit der Resonanz aus dem Publikum?

Wir sind unheimlich froh, dass das Angebot, das wir vorbereiten, von vielen Menschen so gut angenommen wird. Wir konnten zu jeder Veranstaltung neue Gesichter begrüßen. Und dabei waren nicht nur Hagenower sondern auch Besucher aus dem weiteren Umfeld.

Worauf können sich denn die Freunde der Alten Synagoge in diesem Jahr freuen?

Wir hoffen, dass wir dort anknüpfen können, wo wir 2017 aufgehört haben. Ausgehend von den traditionellen Konzerten mit Reel bieten wir Konzerte mit Klezzmer und mit jüdische Musik an, die zum Veranstaltungsort eben hervorragend passt. Natürlich konzentrieren wir uns auf der einen Seite auf Folk-Musik. Doch dabei wollen wir es nicht belassen.

Was meinen Sie damit?

Für 2018 knüpfen wir an Bestehendes an und wollen auf der anderen Seite auch neue Akzente setzen, um den Hagenowern und Mecklenburger zu zeigen, was es da draußen noch an spannenden Sachen gibt. Immerhin verbinden wir mit den einzelnen Veranstaltungen einen Anspruch, unseren Besuchern die Augen für Kultur und Kulturen, für Vergangenes und Gegenwärtiges zu öffnen, um zum Nachdenken anzuregen. Aber Nachdenken kann ja auch Spaß machen.

Wann geht es denn in der Alten Synagoge los?

Am 7. Januar starten wir mit dem Neujahrskonzert. Karsten Troyke und die Sinti Swing Band Berlin werden zu erleben sein. Am 19. Januar erklingt traditionelle schottische Musik hier. Die Musiker von Malbrook haben sich Gäste eingeladen, Journeyman aus Schottland. Diese ,Whisky und Tea Connection’ wird dem Publikum sicher beweisen, dass Folk aus Schottland und Norddeutschland durchaus harmonieren.

Und zum St. Patricks-Day in Hagenow, dem irischen Nationalfeiertag, haben Sie doch sicher wieder Reel aus Schwerin engagiert?

Ja, sie sind die Lokalmatadore des Irish Folk. Sie werden mit ihren musikalischen Freunden aus Irland bei Guinness und Whiskey sicherlich für Stimmung und irische Lebensfreude sorgen.

Für den Monat April steht eine ganz andere Musikrichtung auf dem Programm. Welche Musik spielt die Gruppe „Sedaa“ im Monat April?

Dann wird es exotisch. Die Gruppe besteht aus drei mongolischen Sängern, die zusammen mit einem Multi-Instrumentalisten aus dem Iran Musik und Gesang zwischen mongolischer Steppe und dem Orient verbinden. Um diesen Termin zu realisieren, mussten wir sogar schon eineinhalb Jahre vorher auf diesen Donnerstag, 12. April, gehen. Weitere Termine sind der 17. August. Im Museumshof gibt es das Theaterstück „Frisch gerissen“, bei dem es um den mordsmäßigen Ruf des Wolfes geht. Für den 10. November bereiten wir das zweite Hagenower Wandelkonzert vor. Den Jahresabschluss bildet am 7. Dezember „Kelpie“ mit dem Weihnachtskonzert.

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