Boizenburg : Was für ein großes Theater!

Nach dem Applaus folgte die Diskussion. Im Beisein seiner Akteure stellte Regisseur Andreas Püst Fragen an die Schüler.
Nach dem Applaus folgte die Diskussion. Im Beisein seiner Akteure stellte Regisseur Andreas Püst Fragen an die Schüler.

Junge Schauspieler des Boizenburger Elbkahntheaters führen „Die Welle“ auf und begeistern damit Schüler wie Erwachsene

von
03. März 2018, 08:00 Uhr

Es ist schon ein harter Stoff mit dem sich zwölf Jugendliche Schauspieler beim Boizenburger Elbkahntheater befassten. Über ein dreiviertel Jahr probten den modernen Klassiker „Die Welle“.

Das Stück, das in Boizenburg durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ gefördert wurde, beruht auf den Erfahrungen, die der amerikanische Lehrer Ron Jones im Jahr 1967 während eines Experimentes persönlich erlebte. Jones wollte seinen Schülern damals vorführen, wie einfach es ist, eine Ideologie wie die des Dritten Reiches anzunehmen und zu verbreiten. „Wir haben uns gerade für dieses Thema entschieden, weil es immer noch Brisanz besitzt und in der heutigen Zeit bei den ganzen Populisten weltweit aktueller denn je ist“, verrät Carsten Willers vom Elbkahntheater.

Gestern haben die 14 bis 17-jährigen Schüler zum ersten Mal öffentlich gezeigt, was sie unter der Regis des Lauenburgers Andreas Püst einstudiert haben und trafen auf pure Begeisterung. Die zwei Aufführungen am Vormittag verfolgten Schüler des Elbe-Gymnasiums wie auch eine neunte Klasse der Rudolf-Tarnow-Schule. Und alle schauten gebannt, was die Jungen und Mädchen auf die Bühne brachten.

Da war zum Beispiel Julia Hahnefeldt. Sie agierte als Klassenleiterin Miss Ross und war in dieser Rolle für die Installation der „Welle-Bewegung“ verantwortlich. Hierbei brachte sie ihre Rolle mit einer solchen Intensität auf die Bühne, dass so manch ein Schüler manchmal zuckte, während er das Stück verfolgte. Besonders dabei war, dass die Regionalschüler im Zuge ihres Unterrichts zufällig erst kürzlich das Buch „Die Welle“ gelesen haben. So wusste unter anderen Markus Albrecht, was auf ihn zukommt. Seiner Anerkennung für die Leistung derer, die auf der Bühne ihr Bestes gaben, tat das jedoch keinen Abbruch.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe oder im ePaper unserer Zeitung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen