Wittenburg : Was alles in Muttis Händen liegt

Die Familie Langediekhoff aus Wittenburg mit Chris, Matthes, Sandra und Maik sowie Bastian und Tom (v.l.n.r.). Fotos: Hirschmann
Die Familie Langediekhoff aus Wittenburg mit Chris, Matthes, Sandra und Maik sowie Bastian und Tom (v.l.n.r.). Fotos: Hirschmann

Sandra Langediekhoff aus Wittenburg organisiert ihre Familie mit vier Kindern jeden Tag immer wieder neu

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15. Mai 2017, 07:44 Uhr

Gestern war Muttertag, Zeit für die kleinen und großen Kindern der Mutter, Mutti, Mama einmal herzlich für all das zu danken, was sie selbstverständlich Tag für Tag insbesondere für die Familie macht: Wäsche waschen, Geschirrspüler bestücken, Wohnung sauber halten, Einkaufen,  für die musische Erziehung Kinder sorgen, ihnen Eigenverantwortung beibringen,  sie von Einrichtung und Schule holen und so weiter. Der Vollständigkeit halber: Natürlich machen die Väter das auch, so wie es außerdem alleinerziehende Mütter gibt, sorgen sich auch alleinerziehende Väter um die Familie.

Familie und Ehrenamt unter einen Hut bringen

Doch Sonntag war Muttertag, und wir sind mit einer Mutter aus Wittenburg ins Gespräch gekommen, die bei Berufstätigkeit und ehrenamtlichem Engagement die kleine Firma namens Familie mit vier Kindern so meistert, das wir sie beispielgebend für die Mütter der Region hier einmal vorstellen wollen. Sandra Langediekhoff (36) aus Wittenburg ist so eine Mutter. Selbstverständlich ist Ehemann Maik (41) an ihrer Seite, beide sind in diesem Jahr 15 Jahre verheiratet. Zur Familie gehören Tom (13), Chris (10), Bastian (8) und Matthes mit seinen drei Jahren der Jüngste in der Kinderschar. Der Älteste besucht das Gymnasiale Schulzentrum in Wittenburg, die anderen drei gehen zur  Grundschule bzw. Hort und Kita „Plapperschnut“ des IB. So wie bei den meisten Müttern ist der Tag von Sandra Langediekhoff voll durchgeplant. Die gelernte Bankkauffrau arbeitet heute als Steuerassistentin in Zarrentin. Über ihren Arbeitsort ist sie froh, bis vor einigen Jahren war sie in Trittau tätig. „Der Wechsel nach Zarrentin brachte uns mehr Lebensqualität. Dadurch habe ich rund 20 Stunden in der Woche mehr Zeit. Das kommt vor allem den Kindern zugute, wir merken es an ihrer Gesundheit. Es ist alles doch entspannter“, sagt sie im SVZ-Gespräch. Ihr Mann Maik  arbeitet als Metallbauer in Schwanheide. Die Familie wohnt in ihrem Haus im Löninger Ring seit 12 Jahren. So einen ausgefüllten Tag zu meistern, macht Sandra Langediekhoff meistens Spaß, wie sie betont. „Natürlich ist es anstrengend mit vier Kindern. Aber ich kann mich auf sie verlassen, wenn Ansagen gemacht werden, läuft es meistens gut. Alle helfen  mit, das erleichtert dann doch schon einiges“, erzählt sie. Bewährt habe sich in der Familie ein Plan, der für die Großen ab fünf Jahre gilt. Jede Woche hat jeder von ihnen drei Aufgaben zu erfüllen, wie u.a. Müll rausbringen, Geschirr abräumen, Blumen gießen und was noch so alles im Haushalt anliegt. Außerdem spielen Tom und Bastian Fußball, Chris Klavier, und er singt im Kinderchor. Und der Jüngste, Matthes, sucht noch. Auch diese Freizeitbeschäftigungen gilt es logistisch abzusichern. „Wenn es den Kindern Spaß macht, versuchen wir Eltern sie dann auch dorthin zu fahren, zum Fußball und zur Musik. Wenn wir nicht können, weil mein Mann eine eigene Jugendfußballmannschaft trainiert und ich in der katholische Kirche engagiert bin, wechseln wir uns mit den anderen Eltern ab oder unsere Eltern springen ein. Das klappt ganz gut“, erzählt Sandra Langediekhoff weiter. Der Arbeitstag beginnt für den Vater Maik früh, er ist der erste, der aus dem Haus geht. „Die Kinder werden um 6.30 Uhr geweckt. Nach dem Frühstück gehen wir dann bis 7.30 Uhr los. Bastian ist in der zweiten Klasse und Chris in der vierten, sie gehen in die Schule oder zum IB-Hort und der Jüngste ist in der Kita ,Plapperschnut‘ gut aufgehoben. Danach fahr ich zur Arbeit ins Steuerbüro Gawer nach Zarrentin“, erzählt sie vom Tagesstart. Um 16 Uhr ist für die Mutter Feierabend, der Familienvater kommt gegen  17, 18 Uhr nach Hause. Die Kinder besuchen den Hort, Mittag essen Chris und Bastian in der Grundschule, in den Ferien im Hort, der Älteste isst zu Hause.

In katholischer Kirche entsteht Kinderchor

So ein Tag will organisiert sein, der IB mit Kita und Hort unterstützt die Familien dabei gut. Ehrenamtlich ist Sandra Langediekhoff im Wittenburger Sportverein organisiert, dort kümmert sie sich seit mehr als drei Jahren immer donnerstags zusammen mit einer weiteren Mutti, Dörte, um die „Sportmäuse“, eine Gruppe von bis zu 30 Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren. „Wir machen mit ihnen in der Sport- und Mehrzweckhalle den sogenannten Rotationssport, damit sie sich ausprobieren können“, erzählt Mutter Sandra, die zudem im Elternrat bei jedem Kindern ist, in der Friedensring-Schule und am Gymnasialen Schulzentrum. Das sei ihr wichtig, um u.a. den Informationsfluss zwischen Schule und Eltern zu fördern. Und dann befasst sich Sandra Langediekhoff in der katholischen Kirche ebenfalls mit den Jüngsten. „Ein Mal im Monat bieten wir im Gemeindehaus eine Kinderkirche an, die Mädchen und Jungen im Alter von drei Jahren bis zur dritten Klasse besuchen können. Dort stehen Glaubensthemen im Mittelpunkt. Während  die Erwachsenen zum Gottesdienst gehen, kümmern wir uns um die Kinder. Außerdem  bauen wir jetzt mit weiteren Helfern einen Kinderchor in der katholischen Kirche auf“, erzählt die Mutter weiter. So wie den Langediekhoffs geht es unzähligen Familien, sie bringen Familie, Kindererziehung und Arbeit gut unter einen Hut. Dafür gilt den Frauen zum Muttertag ein  Dankeschön.

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