Riha-WeserGold : Warum Dodow punktet?

Abfüllanlagen für Fruchtsäfte beim Safthersteller Riha Wesergold in Dodow
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Abfüllanlagen für Fruchtsäfte beim Safthersteller Riha Wesergold in Dodow

Riha-Wesergold stellt in dieser Woche zehn Lehrlinge ein.Erfolg bei Nachwuchsgewinnung hat einen Namen: Dorina Arnholdt

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01. September 2017, 20:45 Uhr

Andere Firmen suchen händeringend nach Lehrlingen, in Dodow wurden am Freitag zehn Auszubildende (Fotos) neu eingestellt. Das ist seit der Wende jedes Jahr so. Dabei ist die Arbeit in dem Fruchtsaftunternehmen alles andere als einfach, und Schichtarbeit  ist hier auch normal. Warum ist Dodow dennoch seit vielen Jahren erfolgreich bei der Nachwuchsgewinnung?

Darauf gibt es im wesentlichen zwei Antworten. Zum einen, weil man in dem Unternehmen die Lehrlingsausbildung schon immer sehr ernst genommen hat. Zum anderen, weil es mit Dorina Arnholdt eine Frau gibt, die sich seit 1986 mit aller Hingabe dieser Aufgabe widmet.

Dorina Arnholdt, Ausbildungsleiterin, inmitten ihrer Schützlinge, dieses Foto stammt aus dem Jahr 2014.  Foto: Sven Moritz
Dorina Arnholdt, Ausbildungsleiterin, inmitten ihrer Schützlinge, dieses Foto stammt aus dem Jahr 2014. Foto: Sven Moritz
 

Seit 1990 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 194 Menschen als Lehrlinge eingestellt und davon gut 80 Prozent übernommen. Und das eben auch zu Zeiten, als es noch deutlich mehr Bewerber als Stellen auf dem Arbeitsmarkt gab. Und, bei Riha-Wesergold gab es immer schon Schülerpraktika. Das Unternehmen hat den Nachwuchs schon früh an sich gebunden, die Türen aufgemacht und jeden anständig behandelt. Das spricht sich herum. Ein Blick auf die zehn neuen Lehrlinge, die in dieser Woche eingestellt worden, zeigt: Sie kommen alle aus der Umgebung. Oft sind es auch die Eltern, die in der Firma arbeiten, oder die Geschwister oder andere Verwandte. Und alle neuen Lehrlinge waren im Praktikum, wissen, worauf sie sich einlassen. Vieles spricht dafür, dass die Nachwuchswerbung so weitergeht, denn allein 2016 hatten sich 45 Schüler zur Ferienarbeit gemeldet. Und alle, die im Betrieb sind, werden von Dorina Arnholdt auch angesprochen, der Kontakt wird aufgebaut und er bleibt bestehen. Das ändert sich auch in der Zeit der Ausbildung nicht. Diese Art der Betreuung wird geschätzt, nicht zuletzt von den Eltern der künftigen Fachleute.

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