Hagenow Heide : Warten auf den Straßenausbau

Während der Pkw-Verkehr relativ geräuschfrei durch Hagenow Heide fließt, verursachen schwere Lkw aufgrund der Unebenheiten der Straße starke Erschütterungen.  Fotos: Dieter Hirschmann
Während der Pkw-Verkehr relativ geräuschfrei durch Hagenow Heide fließt, verursachen schwere Lkw aufgrund der Unebenheiten der Straße starke Erschütterungen. Fotos: Dieter Hirschmann

Infrastruktur-Ministerium, Straßenbauamt, Landkreis und Kommune bereiten Planungen für Arbeiten in Hagenow Heide vor

23-13255134_23-66107381_1416391921.JPG von
23. Juni 2015, 07:35 Uhr

Auch wenn es in der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen wird, die Vorbereitungen für die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Hagenow Heide im Zuge der L 04 laufen kontinuierlich weiter.

Die Stadtwerke befassen sich mit dem Thema, weil Umverlegungen von Leitungen geplant und durchgeführt werden müssen. Die Nachbargemeinden von Hagenow, wie beispielsweise Picher, richten sich auf die vorgesehene Vollsperrung und die damit zusammen hängenden Veränderungen des innerörtlichen Verkehrs ein. Die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust/Parchim hat die notwendigen Szenarien durchgespielt, ebenso wie der Rettungsdienst und die Abfallwirtschaft.

So wie die Anlieger auf einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von Straßenbauamt und Kommune im Heidehaus erfuhren, wurde der Beginn der Sanierung der Ortsdurchfahrt für den Herbst 2015 angekündigt, vorausgesetzt die Finanzierung steht.

„Hinsichtlich der mit dem geplanten Ausbau der Hagenower Straße verbundenen Verkehrseinschränkungen sieht das Schweriner Straßenbauamt gemeinsam mit der Stadtverwaltung Hagenow die Durchführung einer Beratung mit den betroffenen Gewerbetreibenden und den Nutzern der landwirtschaftlichen Flächen vor. Der Termin ist für den 11. August um 17 Uhr im Rathaus der Stadt Hagenow vorgesehen. Die Betroffenen werden gesondert eingeladen“, sagte Dirk Wiese von der Stadtverwaltung gestern auf SVZ-Nachfrage zu den aktuellsten Vorhaben in Vorbereitung des Straßenausbaus.

„Das Projekt der Sanierung der Ortsdurchfahrt im Hagenower Ortsteil sei sehr komplex, im Rahmen dieser Baumaßnahme sind eine Vielzahl baurechtlicher Anforderungen, wie die Umverlegung von Leitungssystemen und wasserrechtliche Belange zu koordinieren“, ist von Steffen Wehner vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung zu erfahren.

Bislang wurden erfolgreich notwendige Vermessungen und Baugrunduntersuchungen durchgeführt, ausgewertet und entsprechend in die Entwurfsunterlagen übernommen. Derzeit werden Leitungsumverlegungen zwischen den einzelnen Ver- und Entsorgungsbetrieben koordiniert. Eine Kostenübernahmevereinbarung werde geprüft und die Kostenteilungsvereinbarung vorbereitet. Außerdem erfolgt jetzt das Einholen von Genehmigungen. Zudem bereiten die zuständigen Stellen die Bauentwürfe und Ausschreibungsunterlagen vor. „Der Grunderwerb soll in Zusammenarbeit zwischen dem Straßenbauamt und der Stadt getätigt werden. Die Unterlagen mussten nach der Auslegung in der Stadt überarbeitet werden. Mit ersten Ergebnissen der Grunderwerbsverhandlungen kann Ende des dritten Quartals 2015 gerechnet werden“, erläutert Steffen Wehner weiter. In das Projekt wurden Veränderungen aus der öffentlichen Auslegung im Hinblick auf die Führung der Gehwege und des Rad/Gehweges ebenso eingearbeitet wie die Anpassungen der geplanten Bushaltestellen und Anschlüsse von kommunalen Straßen. Eine Verkehrsinsel zur Geschwindigkeitsreduzierung wurde in Absprache mit den Behörden abgelehnt. Das städtische Bauamt und der Bauausschuss der Stadtvertretung befassen sich regelmäßig mit dem Stand der Vorbereitung.

„Wir schaffen alle Voraussetzungen, damit die Arbeiten beginnen können“, sagte Bauausschuss-Vorsitzender Edwin Näth.

Kommentar von Dieter Hirschmann

23-58988822.JPG

Es muss was passieren
Jetzt warten alle, die von den schlechten Straßenverhältnissen in Hagenow Heide betroffen sind, auf die dringende Sanierung. Es besteht Handlungsbedarf. Aber jeder der Anwohner, der jetzt die massiven  Erschütterungen durch den Lkw-Verkehr ertragen muss, macht das nur in dem Wissen, dass sich hoffentlich daran bald etwas ändern wird. Der Vorbereitungsstand der Planungen lässt darauf hoffen, dass  im Herbst die umfangreichen Arbeiten beginnen können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen