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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 00:42 Uhr

Hagenow : Warnstreik bei Kühne

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gewerkschaft NGG fordert Angleichung der Löhne zwischen Ost und West. Unternehmensführung erwartet „annehmbare Einigung“

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 20:45 Uhr

Die Stimmung im Kühne-Werk in Hagenow war heute angespannt. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätte (NGG) hatte zu einem Warnstreik aufgerufen, und die Mitarbeiter einer Schicht gingen um 13 Uhr für zwei Stunden in den Arbeitskampf. Sie wollen sich nicht mehr mit der herrschenden Lohn-Ungerechtigkeit zwischen Ost und West abfinden, hieß es.

„Die Lohnunterschiede zwischen den Unternehmen in Ost und West sind zu hoch. In unserer Leistungsgesellschaft werden die Kollegen, die in den modernsten Betrieben hier arbeiten, mit bis zu 350 Euro weniger abgespeist. Das nehmen wir so nicht mehr hin“, macht Jörg Dahms, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG, gestern während des Streiks bei der Kühne KG in Hagenow deutlich.

Nach einer Betriebsversammlung im Unternehmen gingen mehr als 50 Beschäftigte, die Mehrzahl von ihnen von Kühne, auf die Straße, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Gewerkschaftsmitglieder u.a. von der Firma Oetker aus Wittenburg und vom Unternehmen Emslandstärke aus Hagenow solidarisierten sich mit ihren Kollegen.

Mit diesem Streik gestern in Hagenow eröffnet die Gewerkschaft den Arbeitskampf in der Region zur Lohnangleichung. Wie es aus Gewerkschaftskreisen heißt, sind weitere Streiks in Hagenow und auch Wittenburg in den nächsten Tagen vorgesehen. „Ich bin jetzt 40 Jahre bei Kühne, habe in der Firma in den alten Bundesländern gearbeitet und bin seit zwölf Jahren in Hagenow tätig. Meine Kollegen, die die selbe Arbeit machen, wie die Kollegen in den alten Bundesländern, bekommen mitunter 300 bis 400 Euro weniger. Das kann doch wohl nicht sein. Und die Unternehmensführung ist nicht einmal ansatzweise bereit, darüber zu reden, dass es für gleiche Arbeit gleichen Lohn geben sollte. Und es bleibt ja nicht beim Lohn. Es geht bei der Altersversorgung weiter, es ist die Wochenarbeitszeit, es ist der Altersurlaub und vieles mehr“, sagte der Betriebsratsvorsitzender Werner Kugler im SVZ-Gespräch. Auf SVZ-Nachfrage in Hamburg verweist die Unternehmensführung auf die noch laufenden Tarifverhandlungen.

„Wir sehen diesen jedoch trotz noch bestehender großer Unterschiede grundsätzlich positiv entgegen und erwarten eine für alle Seiten annehmbare Einigung“, war von einer Unternehmenssprecherin gestern dazu zu erfahren.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-Paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Donnerstag.

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