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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 17:06 Uhr

Boizenburg : Ware von der Elbe nach Japan

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Boizenburger Lebensmittelunternehmen produziert Hackfleisch für asiatischen Markt / Neue Fertigungslinie in Betrieb

von
erstellt am 29.Okt.2014 | 16:07 Uhr

Das Boizenburger Werk von Danish Crown will den Marktanteil des Lebensmittelunternehmens in Japan weiter ausbauen. Der Zerlege- und Verpackungsbetrieb für Schweinefleisch hat jetzt eigens eine neue Produktionslinie für Kunden in Fernost in Betrieb genommen. Japan gehört neben der EU, Russland und den USA zu den Hauptabnehmern von Schweinefleischprodukten der Danish-Crown-Aktiengesellschaft, deren Eigentümerin die Genossenschaft „Leverandørselskabet Danish Crown Amba“ ist. In der Boizenburger Niederlassung wurde in der Zerlegehalle ein eigener Raum für das Geschäft mit Japan hergerichtet und neue Technik installiert, wie Werkmanager Ole Lyngesen berichtet. Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 500 000 Euro.

Für den japanischen Markt wird dort künftig ausschließlich Hackfleisch produziert, dass dann später im Kaiserreich als Rohstoffgrundlage für die Wurstherstellung dient. Am Tag rollen etwa 12 bis 15 Lastwagen mit dänischem Schweinefleisch auf das Betriebsgelände im Boizenburger Gewerbegebiet. Die Lieferungen bestehen ausschließlich aus den Vorderteilen der Tiere, sprich Schulter, Nacken und Backen, erklärt Betriebsassistent Thomas Tobela. Bevor das Fleisch in die Produktion geht, wird es im Kühlraum abgeladen und dann später in Kisten gepackt, die dann über Förderbänder dem eigentlich Verarbeitungsprozess zugeführt werden. Laut Lyngesen sollen pro Monat 200 bis 400 Tonnen Hackfleisch für Japan zubereitet werden.

Die Mitarbeiter unterziehen die Ware seinen Angaben zufolge anschließend in einer Röntgenapparatur einem peniblen Sicherheitscheck. Dadurch ließen sich vor der Auslieferung beispielsweise kleine Knorpelstückchen entdecken, die dann umgehend entfernt werden, sagt Lyngesen.

Das Hackfleisch kommt dann in der Verpackungsabteilung in Zehn-Kilo-Portionen in einen Beutel, die dann in Kartons für den Export verstaut werden. Bevor sie per Schiff die weite Reise nach Japan antritt, geht die Ware in ein Gefrierhaus, wo sie tiefgefrostet wird.

Agrarminister Till Backhaus (SPD), der gestern die neue Anlage in Augenschein nahm, lobte die Anstrengungen der Danish-Crown-Mitarbeiter, die Absatzmärkte weiter auszubauen. Der Ressortchef verwies auf den Anteil des Landes an der Abwicklung des Japan-Geschäfts: „Die zuständigen Behörden haben den Boizenburger Betrieb schnell für den Fleischexport nach Asien zugelassen“, sagt er. Die Ansprüche an Sicherheit und Qualität sind sehr hoch gewesen.“

Danish Crown hatte den Boizenburger Betrieb 2002 gekauft. Heute sind dort 275 Mitarbeiter beschäftigt. Wöchentlich werden im Werk 130 000 Schweinevorderteile zerlegt.

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