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Verdacht auf Totschlag in Wittenburg : Wann wurde das Baby geboren?

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Staatsanwaltschaft lobt 2000 Euro als Belohnung für Hinweise aus. Es ist unklar, wie lange das kleine Mädchen lebte

von
erstellt am 08.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Im Falle der Wittenburger Babyleiche gibt es offenbar wieder mehr Unklarheiten als Gewissheiten. Das geht aus der jüngsten Mitteilung der Staatsanwaltschaft Schwerin hervor. Dort heißt es u. a.: „Die rechtsmedizinische Untersuchung des Leichnams hat ergeben, dass das Mädchen zum Zeitpunkt seiner Geburt gelebt hat. Wann das Kind geboren wurde und wie lange es gelebt hat, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.“

Bisher war in einigen Mitteilungen davon ausgegangen worden, dass das Kind keine 24 Stunden alt war. „Diese Aussage kam nicht von uns, das haben wir nie gesagt“, erklärte gestern dazu Claudia Lange, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage unserer Redaktion. Somit könnte es auch sein, dass das Kind deutlich früher geboren wurde und die mögliche Verdächtige von auswärts kam. Da aber Reste einer Nabelschnur an dem Kind waren, müsste es, wenn es denn älter war, irgendwie konserviert worden sein.

Zahlreiche Wittenburger haben zudem die Vermutung, dass es keine Einheimische war, die ihr Kind dort abgelegt hat. Der Schäferbruch gilt bei Einheimischen als belebt und ist somit als Versteck für eine Kinderleiche ungeeignet. Staatsanwältin Lange erklärte dazu, dass man diesen Aspekt bei den Ermittlungen natürlich berücksichtige. Es sei aber nicht sicher, ob das Kind wirklich versteckt werden sollte.

Als Belohnung für zielführende Hinweise in dem Ermittlungsverfahren hat die Staatsanwaltschaft Schwerin jetzt eine Belohnung von 2000 Euro ausgelobt. Die Hinweise nimmt die Staatsanwaltschaft Schwerin, Bleicherufer 15, 19053 Schwerin und jede Polizeidienststelle entgegen.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es bereits Hinweise gegeben habe, die aber noch nicht zielführend gewesen seien. Zur Anzahl der Hinweise gab es gestern keinerlei Angaben.

Am frühen Nachmittag des 1. März hatten Spaziergänger in dem Waldstück Schäferbruch in der Nähe des Sportplatzes in Wittenburg eine Babyleiche gefunden. Das gut zugängliche Waldstück befindet sich in unmittelbarer Nähe zweier Wohnsiedlungen.

Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen wurde der weibliche Leichnam am gleichen Tag dort abgelegt.




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