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Jasnitz : „Wald ist einer der kostbarsten Schätze“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Vom Holzproduzenten zum Kraftort: 90 Milliarden Bäume in Deutschland sorgen nicht nur für reine Luft, sondern haben Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion

von
erstellt am 22.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Fast ein Drittel Deutschlands ist von Wald bedeckt. In Zahlen sind das über elf Millionen Hektar auf denen mehr als 90 Milliarden Bäume wachsen. In der EU ist die Bundesrepublik eines der waldreichsten Länder. Rund 57 Prozent unseres Waldes werden durch Nadelbäume ausgemacht. Seinen Artenreichtum verdeutlicht vielleicht die Tatsache, dass in einem Löffel voll Waldboden mehrere Milliarden Lebenwesen existieren. Die meisten davon sind natürlich nur unter einem Mikroskop zu erkennen.

„Wir haben im Forstamt Jasnitz süddeutsche Verhältnisse. Über 40 Prozent sind von Wald bedeckt, das ist sehr gut“, sagt Sven Seifert. Der 32-Jährige ist in der Behörde nicht nur zuständig für die Pressearbeit, sondern als Sachbearbeiter auch für die Umsetzung des Landeswaldgesetzes sowie die Landesliegenschaften verantwortlich. Insgesamt betreue das Forstamt rund 14 000 Hektar Gesamtwald, davon gehörten rund 8000 Hektar dem Land, der Rest Bund, Privaten und Kommunen, so der Forstoberinspektor weiter im SVZ-Gespräch anlässlich des Internationalen Tages der Wälder, der gestern offiziell anstand. „Die Kiefer ist die Baumart, die auf trockenen und nährstoffarmen Böden, am besten zurecht kommt. Sie stellt knapp 38 Prozent des Waldes zwischen Ostsee und Seenplatte.“

Der Wald sei jedoch nicht nur ein Erholungsraum sondern auch ein sehr nachhaltiger Produzent des Rohstoffes Holz sowie ein immenser Kohlendioxid-Speicher und wertvoller Sauerstofflieferant, berichtet Sven Seifert. Er habe eine Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion, die unter einen Hut zu bringen, die hohe Kunst der Forstwirtschaft sei. Weltweit jedoch schwinde der Wald durch rücksichtslosen Raubbau und Übernutzung. „Wald ist unheimlich wichtig für den Wasserhaushalt und die Reinhaltung der Luft“, betont der junge Mann, der einer Jäger- und Landwirtsfamilie aus dem Thüringischen entstammt.

„Wald ist zweifelsohne einer der kostbarsten Schätze, die wir auf der Welt haben“, ist sich auch Sven Kowalski, Sachbearbeiter für Holzvermarktung, FSC-Zertifizierung sowie Verkehrssicherheit und gleichzeitig Pressesprecher des Forstamtes Radelübbe sicher. Bäume seien die größten beeindruckensten Lebewesen überhaupt, die uns umgäben. Der Wald rücke dank aufstrebender Fach- und Unterhaltungsliteratur wieder verstärkt in den Fokus unserer Gesellschaft. „Die Waldpädagogik und der Erholungswert sind nicht zu unterschätzende Reichtümer für uns Menschen“, so der 41-Jährige, der seit Anfang 2013 im Forstamt Radelübbe tätig ist, das mit seinen Mitarbeitern etwa 16 000 Hektar Wald auf einer sehr großen Flächenausdehnung betreut.

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