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Erdholländer-Windmühle : Wahrzeichen erhält Haube zurück

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Wichtiges Bauteil der Erdholländer-Windmühle in Wittenburg soll voraussichtlich bis Ende September auf den Rumpf gesetzt werden

von
erstellt am 07.Sep.2014 | 15:54 Uhr

„Wir versuchen soviel Originales wie möglich zu erhalten. Doch vieles an der historischen Bausubstanz stellt sich erheblich schlimmer dar, als befürchtet. Schließlich hat die Erdholländer-Windmühle als Wahrzeichen von Wittenburg bereits eine Standzeit von über 140 Jahren hinter sich“, sagt Norbert Fenske. Deshalb habe sie es auch so bitter nötig, grundlegend saniert und restauriert zu werden.

„Doch dieses Vorhaben ist neben der zeitlichen auch eine handwerkliche Herausforderung“, so der Diplomingenieur  weiter. „Als Bauleiter für dieses Bauvorhaben bin ich optimistisch, dass diese Herausforderungen auch gelöst werden. Der derzeitige Bautenstand liegt genau im Bauzeitenplan.“

Um das Vorhaben zu realisieren, habe die Stadt Gelder bereitgestellt und EU-Fördergelder eingeworben. Dadurch habe  sich die einzigartige Chance ergeben, diese Baumaßnahme in Angriff zu nehmen, aber auch der Zwang, die Maßnahme noch in diesem Jahr zu beenden.

Nach dem Öffnen der Baukonstruktion sei ein Schadensbild festgestellt worden, das weit über die vorher gesehenen und angenommenen Bauschäden hinaus ging. „Dank aller am Bau beteiligten Firmen und Einzelpersonen konnte eine machbare Problemlösung gefunden werden“, freut sich Fenske.

Um die Bauzeit zu optimieren, habe man  frühzeitig eine parallele Baudurchführung geplant, das heißt Rumpf, Haube, Flügel und Windrose sowie das Innenleben und  die Müllereitechnik seien  zeitlich parallel durch Fachunternehmen in Arbeit genommen worden. „Auch dem Baugerüst kommt eine besondere Bedeutung zu. Es musste ein Sondergerüst gebaut werden, dass der nach oben verlaufenden Verjüngung des Rumpfes folgt. Dazu kam noch ein Gerüstdach, das sich zu bestimmten Montagezwecken partiell öffnen lässt. Dieses Dach hat wesentlich dazu beigetragen, dass keine Arbeitsunterbrechungen infolge von Regenwetter anfielen. Besonders viele Schauer gab es ja im Juni 2014“, berichtet der Wölzower weiter.

Und es habe bereits kleine Höhepunkte im Bauablauf gegeben,  beispielsweise . am 13. August, wo der   achte und letzte Eckständer gesetzt worden sei. Am 3. September  habe außerdem  die Vormontage der Haube auf dem Erdniveau begonnen. „Am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, dem 14. September, wollen  wir  die Baustelle den interessierten Bürgern vorstellen. Ein weiterer Höhepunkt wird das Aufsetzen der Haube auf den Rumpf voraussichtlich Ende September werden.“

Fenske bezeichnete die Baumaßnahme  als eine besondere für die Stadt Wittenburg, für ihre Bürger, für die Region sowie für die Erhaltung von Baudenkmalen und für die Traditions- und Brauchtumspflege.

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