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1200 Kilometer in 14 Tagen : Von Wien nach Tewswoos - mit dem Rad

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Werner Totzauer aus der Nähe von Wien radelte in 14 Tagen durch drei Länder bis dorthin, wo einst seine Lebensgefährtin zuhause war.

„Dieses Bier habe ich mir verdient“, lacht Werner Totzauer. Kann man wohl sagen. Denn der Lehrer, der bei Wien wohnt, hat gerade gute 1200 Kilometer in den Beinen – auf dem Sattel seines Fahrrades. Nach 14 Tagen und besagten Kilometern ist der Österreicher nun dort angekommen, wo seine Lebensgefährtin einst zuhause war. Denn eigentlich beginnt die Geschichte bereits 1981, als Kerstin Stefan aus Tewswoos über Schweden nach Österreich kam. Später lernte sie Werner Totzauer kennen, beide wurden ein Paar. So ist die Region, die beide immer wieder gerne besuchen, für den 61-Jährigen nicht unbekannt. Zumal viele Verwandte Kerstin Stefans nach wie vor hier leben. Zum Beispiel Andreas Timm. „Einfach toll, welche Strapazen Werner auf sich nimmt, um zu uns zu kommen“, lacht Timm augenzwinkernd.

„Naja, anstrengend war es schon“, weiß Werner Totzauer. „Ich bin dieses Mal durch den Böhmerwald und das Elbsandsteingebirge gefahren und habe dabei eine Menge Höhenmeter überwinden müssen.“ Er fuhr täglich 100 bis 120 Kilometer und suchte sich stets jeweils für eine Nacht ein Quartier. „Nur in Bad Schandau habe ich einen Ruhetag eingelegt und mir das schöne Elbsandsteingebirge etwas näher angeschaut“, so Werner Totzauer, der auch zugibt: „Das Wetter hätte etwas besser sein können.“ Doch auf seinen Radtouren in den vergangenen Jahrzehnten hat Totzauer schon ganz andere Strapazen auf sich genommen – in den Alpen ebenso wie beispielsweise auf der 3000-km-Strecke an die französische Biscaya-Küste. „Fahrradfahren macht mir einfach Spaß. Und hier in Mecklenburg ganz besonders. Gerade im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte gibt es ein gutes Radwege-Netz, das wir in Österreich so nicht kennen.“

Womit wir nun wieder in Mecklenburg sind, genauer: in Vielank. Denn im dortigen Brauhaus war Werner Totzauer bereits 2007 bei einem Besuch. „Das norddeutsche Bier und speziell das Vielanker ist einfach super. Ich liebe es“, schwärmt Werner Totzauer. Und so führte ihn sein Weg nun erstmal nach Vielank. Wo der Inhaber des Vielanker Brauhauses, Andreas Hüttmann, Werner Totzauer ein frisch gezapftes Bier reichte. Hier gab es für den Extrem-Radler gleich noch eine besonders liebe Überraschung: Er konnte seine Lebensgefährtin Kerstin Stefan in die Arme nehmen. Andreas Timm hatte sie gerade vom Ludwigsluster Bahnhof abgeholt. „Ich bin so froh, dass wir uns nach 14 Tagen jetzt endlich wiedersehen“, jubelte Kerstin Stefan. „Ich habe jeden Abend auf Werners Anruf gewartet. So wusste ich immer, wo er gerade ist und wie es ihm geht.“ Und weil seit Werner Totzauers Besuch in Vielank schon einige Jahre vergangen sind, führte ihn Andreas Hüttmann durch das Haus, zeigte ihm, was inzwischen neu geschaffen wurde. So staunte Werner Totzauer über die neue Halle, bis unter das Dach mit Paletten verschiedenen Biere gefüllt. Dann aber war endlich Zeit, mit der Familie bei einem Abendessen in gemütlicher Runde zu plauschen.

 

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erstellt am 17.Jul.2017 | 11:45 Uhr

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