SVZ-Fragen zum Wochenende : Von Elfen und Kunst-Art beseelt

Neben Porzellanmalerei und Elfen beschäftigt sich Ines Bargholz auch mit Blütenbildern. Die 56-Jährige hat in Heiligendamm angewandte Kunst studiert. Jedes ihrer Stücke ist ein Unikat. Gerade fertig gestellt hat sie den beliebten Elfen-Jahreskalender.
Neben Porzellanmalerei und Elfen beschäftigt sich Ines Bargholz auch mit Blütenbildern. Die 56-Jährige hat in Heiligendamm angewandte Kunst studiert. Jedes ihrer Stücke ist ein Unikat. Gerade fertig gestellt hat sie den beliebten Elfen-Jahreskalender.

Ines Bargholz aus Neuenkirchen schafft Ruhe-Räume und will das „kleine Volk“ vom Schaalsee für Gäste ihrer „Schule“ sichtbar machen

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14. November 2015, 12:21 Uhr

Wenn nichts bleibt, wie es ist, fühlt sich Ines Bargholz am wohlsten. „Ich bin jemand, der sich gerne verändert und verwandelt“, gesteht die gebürtige Bad Dürenbergerin, die seit einem Vierteljahrhundert in Neuenkirchen verwurzelt ist. Der Ort sei erfüllt von Ruhe und positiver Energie. Beides Dinge, die für ihr Dasein als Lebenskünstlerin unabdingbar seien. „In meiner Arbeit findet sich deshalb auch alles wieder, was hier anwesend ist“, betont die gelernte Porzellanmalerin und lächelt dabei geheimnisvoll. Nicht zufällig betreibt sie deshalb eine Elfenschule, die wohl eher Lebensschule heißen müsste. Um den Besuchern ihres Reiches die Magie der Dinge nahezubringen. Damit sie wieder Staunen und Glauben können, wie es Kinder vermögen, die noch als Riesen geboren, von uns Großen im Laufe ihres Lebens oft zu Zwergen zurechtgestutzt werden.

SVZ-Redakteur Thorsten Meier beantwortete die 56-Jährige in ihrem mit Blütenbildern, Kalendern, selbst bemaltem und angefertigtem Porzellangeschirr, Elfenfiguren und vor der Haustür gesammelten Kunstwerken die beliebten Fragen zum Wochenende. Während die Welt mit zarten Pastellfarben durch die butzigen Fenster der Wohnstube blinzelte.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Bleib wie du bist und ändere dich täglich. Wer etwas verändern will, sollte immer erst bei sich anfangen.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Ich habe verschiedene Plätze, wo ich mich inspiriert fühle.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
In einer Baumschule, da war ich 14 Jahre alt und habe dort in den Ferien gearbeitet.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Wahrscheinlich habe ich es als Taschengeld verwendet und Süßigkeiten gekauft. Ich habe meiner Mutter was abgegeben, die nie viel hatte.
Wo findet man Sie am ehesten?
Im Haus, im Garten, im Atelier, im Wald, suchen Sie sich was aus. Ich habe immer einen Zettel an der Tür, wo ich gerade bin.
Was stört Sie an anderen?
So lange ich es erlaube, kann mir kein Mensch wirklich etwas tun. Wenn mich etwas stört, nehme ich das als Chance, meine Gefühle und Gedanken zu überprüfen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich bin eigentlich von Helden umgeben. Jeder kann mich bereichern, mit dem, was ihn ausmacht. Mich suchen die Menschen auf, die zu mir passen. Ich lebe deshalb im Hier und Heute.
Was würden Sie gern noch können?
Richtig zaubern. Damit Menschen erwachen, sich erkennen und verstehen, dass Ethik wichtiger ist als Religion. Und dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als uns die Schulweisheit Glauben machen will.
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Wenn ich mich als Mensch und Künstlerin weiter entwickeln kann. Ich lebe aus meiner Mitte heraus, will Freude bereiten und verständlich machen, wie zauberhaft und einmalig die Natur ist, die Respekt und Achtung verdient.
Wen würden Sie gern einmal treffen?
Das Leben stellt mir immer genau die Menschen an meine Seite, die interessant sind und Gefühle auslösen. Ich bin ja keine durchgeknallte Esoterik-Tante, wie viele glauben. Sondern einfach nur eine Frau, die andere Menschen mit dem, was sie schafft, berühren möchte.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Obst und Gemüse, Käse, Buttern, Datteln, Hafermilch und Mandelmus.
Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Ich koche meist intuitiv, also ohne Rezept, erfinde viele Speisen spontan. Ansonsten liebe ich die italienische und indische Küche.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Etwas über Anziehungskräfte. Ich lese immer mehrere Bücher auf einmal. (lacht)
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf meinen Schutzengel.
Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Mein Leben ist mein Traum und mein Traum verwirklicht sich in meinem Leben.
Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Verwandlungsfähig.
Wo ist für Sie Heimat?
Dort, wo meine Freunde sind.
Wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
1. Immer zu erkennen, was jetzt wirklich ist, um im Einklang mit Allem zu leben.
2. Dass immer mehr Menschen sich darüber klar werden, dass wir alle eins sind.
3. Noch ganz viel Zeit mit meiner Freundin Lilie Zeit verbringen zu dürfen.
Verraten Sie uns, was kaum jemand über Sie weiß?
Ich habe keine Geheimnisse.
Wem sollen wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Simone Laabs aus Neuenkirchen. Sie ist Journalistin, setzt sich für soziale und kulturelle Projekte ein und gibt Seminare für gewaltfreie Kommunikation.

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