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SPD-Landtagskandidatin : Von einer, die auszog, die Politik „aufzumischen“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

SPD-Landtagskandidatin Elisabeth Aßmann tritt Nachfolge von Margret Seemann im Wahlkreis 018 an

von
erstellt am 08.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Berufswunsch Politiker. Der Beruf bietet Einfluss, Abwechslung, ein relativ gutes Einkommen. Und Massenentlassungen sind auf der politischen Bühne eher nicht zu erwarten. Also auch krisensicher. Trotzdem wirkt es immer ein bisschen anrüchig, wenn ein junger Mensch freiwillig in das „Haifischbecken Politik“ springt. Die Wähler wünschen sich Überzeugungstäter. Beim Begriff Berufspolitiker dagegen denken viele von uns eher an Technokraten, an phantasielose Verwalter und an Personen, die alles dafür tun, um nur nicht ihr bezahltes Mandat zu verlieren. Viele Deutsche stößt die Klüngelkultur der Parteien ab. Neue Mitstreiter zu rekrutieren, gerät nicht selten zu einer Mammutaufgabe. Zumal der Anteil junger Menschen in der Gesellschaft sinkt. Die SPD hatte noch in den 70er Jahren wohl mehr als eine Millionen Mitstreiter. Heute ist es nicht einmal mehr die Hälfte. Auch die CDU stürzte von rund 750 000 Mitgliedern Anfang der 90er Jahre auf ungefähr 470 000 ab.

Als junges Gesicht der lokalen Sozialdemokratie gilt Elisabeth Aßmann. Sie ist SPD-Landtagskandidatin für den Wahlkreis 018. Der erstreckt sich über die Ämter und Städte Stralendorf, Hagenow, Wittenburg und Wittendörp. Elisabeth Aßmann wird und will die Nachfolge von Margret Seemann in diesem Gebiet antreten. Im SVZ-Gespräch verriet die 26-Jährige dieser Tage, warum?

Die gebürtige Greifswalderin, die in Botelsdorf lebt, sagt: „Politik hat mich immer schon interessiert. Ich mag es, hinter die Kulissen zu schauen, mich nicht mit erstbesten Antworten zufrieden zu geben, sie, wenn nötig, auch mal aufzumischen.“

Beruflich ist die Agrar-Ingenieurin als Beraterin für Rinder- und Schweinefütterung im Außendienst tätig. Spult nicht selten auch mal 500 Kilometer am Tag ab.

„Seit sieben Jahren bin ich SPD-Mitglied. Ich habe erste Erfahrungen im Ortsverein gesammelt, im Kreisverband und auf Landesebene. Ich bin auch Vorsitzende des Arbeitskreises Junglandwirte beim Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern. Zu denen zählen alle unter 45 Jahren“, berichtet die junge Frau, bei der immer schon klar gewesen sei, dass bei ihr Beratendes und Analytisches fest zum politischen wie beruflichen Alltag gehören müsse. Sie habe keine Angst, Politik notfalls auch gegen Widerstände durchzusetzen. Sollte es das Wählerinteresse notwendig machen. „Ich bin zwar noch recht jung, aber ich bin auch willensstark, vermag einiges auszuhalten und habe ein breites Kreuz, auch wenn man das vielleicht nicht sieht.“ Ihre Menschenkenntnis werde immer besser, von Tag zu Tag, gesteht Elisabeth Aßmann, Mutter einer fünfjährigen Tochter, die zusammen mit ihrem Partner nahe Lützow auch Haus und Hof besitzt. Mit beiden Beinen also mitten im Leben steht.

Agrarpolitik und kommunale Vernetzung sind zwei Lieblingsthemen der Landtagskandidatin, die sich für den 4. September dieses Jahres ein durch Wählervertrauen möglich gemachtes Mandat wünscht. Die Bewahrung des ländlichen Raumes als lebenswichtige Kulturlandschaft sei ihr persönliches Steckenpferd. Darüber könne sie stundenlang debattieren, verrät die Nachwuchspolitikerin, die sich in den nächsten Wochen und Monaten in den Wahlkampf stürzen wird.

„Ich habe keine Scheu vor politischen Disputen sowie das Talent, auf fremde Menschen unbefangen zugehen zu können“, gesteht Elisabeth Aßmann, die im Übrigen davon überzeugt ist, dass die beruflichen Perspektiven in der Politik besonders für junge, selbstbewusste Frauen heutzutage besser denn je seien. Und sieht es auch als Chance, die Politik im Land zu bereichern.

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