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Hagenower Kreisblatt

12. Dezember 2017 | 17:07 Uhr

Bleckede : Von A nach B mit dem Bürgerbus

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Arbeitsgruppe will über einen Verein Bürger mit kleinem Portemonnaie Fahrten zwischen Stadt und den Ortsteilen ermöglichen

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 12:07 Uhr

Frau A möchte von Brackede zum Arzt nach Bleckede und Herr B möchte von Karze in den Supermarkt im Zentrum von Bleckede, mal wieder eine Kiste Bier kaufen. Beide rufen eine bestimmte Handynummer an und werden kostenlos abgeholt und wieder nach Hause gefahren. Immer montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 17 Uhr soll das möglich werden. Sie müssen allerdings Mitglied im Verein „Bürgerbus Bleckede“ sein.

Eine Gruppe von Bürgern aus Bleckede arbeitet daran, dass das Projekt „Bürgerbus“ Wirklichkeit wird. Der Verein soll noch gegründet werden, bekommt hoffentlich eine erkleckliche Anzahl von Mitgliedern, findet ehrenamtlich Fahrer, die bereit sind, zu bestimmten Zeiten zu fahren und genug Sponsoren, um ein Fahrzeug anzuschaffen. Das soll beileibe kein Bus sein, sondern ein normaler Pkw mit Kofferraum, in dem vier Personen kutschiert werden können.


Keine Konkurrenz für Taxiunternehmen


„Wir wollen weder dem örtlichen Taxiunternehmer noch dem öffentlichen Nahverkehr Konkurrenz machen. Das Angebot soll für Bürger gelten, die selber nicht motorisiert sind und nicht viel Geld zur Verfügung haben“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte Jutta Ossenkopp, die die Idee aufgegriffen hat und sich in Bleckede die Mitstreiter Eva Huenges, Birgit Neumann, Heide Petermann-Kadach, Holger Menzel, Volker Rick, Jörg Sohst und den Bürgermeister von Bleckede, Jens Böther gesucht hat. Diese Gruppe hat sich schon oft getroffen, sich Modelle aus anderen Regionen Niedersachsens angeschaut und wird sich dicht an den Bürgerbus von Brietlingen anlehnen, den es schon seit fünf Jahren gibt.

„Wir werden keinen Fahrten nach Lüneburg anbieten, sondern erstmal nur zwischen den verschiedenen Ortsteilen und Bleckede fahren“ ergänzt Jens Böther, Man wolle klein anfangen. Der Verein ist dann Halter des Fahrzeugs, die Fahrer fahren ehrenamtlich und vorne im Fahrzeug wird eine Spardose stehen, in die jeder etwas hineintun kann. Der Mitgliedsbeitrag wird gering ausfallen. In Brietlingen decken die Beiträge und die kleinen Spenden die laufenden Unkosten. Da nur wenige Personen gefahren werden, reicht für die Fahrer ein ganz normaler Führerschein. Die Arbeitsgruppe hofft, dass das Projekt in diesen Jahr noch zum Laufen kommt. „Es geht mit dem Bürgerbus um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wir wollen einen Beitrag leisten, damit auch Menschen mit wenig Geld die Möglichkeit dazu haben“, so Jörg Sohst abschließend. Am 12. Mai soll das Projekt „Bürgerbus“ der Öffentlichkeit im Elbschloss vorgestellt werden.

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