Vom Zelt zum Haus: Ein Traum wird wahr

Ein glücklicher Harald Elgeti lehnt an einem der neuen Pfeiler des nun festen „Partyzeltes“ auf der Grevener Lichtung.
Ein glücklicher Harald Elgeti lehnt an einem der neuen Pfeiler des nun festen „Partyzeltes“ auf der Grevener Lichtung.

Grevener Blueshölle ist ab sofort kein Provisorium mehr – ein gewagtes Projekt

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12. April 2018, 17:00 Uhr

Bluesfest, Holzfest, Piano-Festival – die kleine Waldlichtung bei Greven direkt an der B 195 hat schon sehr viel erlebt. Und immer unter sehr provisorischen Bedingungen, denn eigentlich fanden all diese Veranstaltungen unter einem Zeltdach statt. Das musste für die einzelnen Veranstaltungen dann immer wieder mühevoll hergerichtet werden. Dieses Provisorium gibt es nun nicht mehr. Zeltgestänge und Seitenwände sind abgerissen und entsorgt. Nun beherrscht ein langer Flachbau mit einer soliden Unterkonstruktion das Bild. Statt des altes Trampelpfades bestimmt nun ein neuer Gehweg mit Pflastersteinen das Bild. Das Projekt, von dem die Freunde und Unterstützer des „Vereins Kultur in Greven von 1947“ schon seit Jahren geträumt haben, ist nun umgesetzt.

Dennoch wird die nächste Veranstaltung der Musik-Verrückten von Greven noch nicht im neuen Domizil stattfinden. Für das am 28. und 29. April geplante Piano-Festival waren die Umbaupläne auf dem Holzfestplatz dann doch etwas zu ehrgeizig. Aus Sicherheitsgründen findet das Ganze nun in der nicht weit entfernten Galliner Gaststätte statt. Hauptgrund für die Verschiebung ist der eigentliche Stolz des Vereins, der Holzfußboden. Dem werden ganz besondere Schwingungen nachgesagt. Leider ist die Verlegung der alten Bohlen genauso anspruchsvoll wie deren Abriss. Aus Kostengründen wollten die Vereinsmitglieder die Verlegung dann in die eigenen Hände nehmen. Doch das dauert seine Zeit, weil viele Engagierte das auch noch mit ihrem Arbeitsalltag in Einklang bringen müssen.

Doch auch wenn das Objekt noch nicht ganz vollendet ist, der Unterschied zu den vorherigen Zuständen ist unübersehbar. Keine gerissenen Fundamente mehr, keine Angst bei Sturm um den Giebel und künftig auch keine Angst vor dem Regen. Der neu gewonnene Innenraum ist deutlich größer als der bisherige, und auch für die Versorger eröffnen sich neue Möglichkeiten. Mehr Platz, neue Räume, Grevens Partytempel im Wald hat sich fein gemacht.

Dabei wird der Bau, der gut 260 000 Euro gekostet hat, nicht etwa perfekt und seelenlos. Denn hier steht kein geschlossenes Gebäude, eine Seite ist und bleibt offen. Hier sollen neue Zeltwände für die nötige Abdichtung bei schlechtem Wetter sorgen. Eine Heizung gibt es im klassischen Sinne für den Partybau auch nicht. Sparsamkeit war auch beim Neubau angesagt, schließlich sind einige Vereinsmitglieder für das Aufbringen der benötigten 40 000 Euro Eigenmittel auch an ihr eigenes Portemonnaie gegangen. Doch das Ergebnis überzeugt, nicht nur durch die neuen Anschlüsse und Möglichkeiten. Harald Elgeti, der treibende Keil des Ganzen, machte beim Baustellenbesuch der SVZ einen hoch zufriedenen Eindruck. Ein Traum ist wahr geworden.

Nun steht aber erst einmal die zweite Auflage des Piano-Festes an. Ulrike Hausmann aus Dresden kommt, Günther Brackmann, der Lauenburger, der als Pianist u.a. mit Abi Wallenstein oder Henry Heegen spielt. Dazu gesellen sich am ersten Tag Chris Conz aus der Schweiz und Christoph Steinbach aus Österreich. Der zweite Tag gehört dann ab 11 Uhr „Boogielicious“, einem deutsch-niederländischen Trio.

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