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Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 09:01 Uhr

Harst : Vom Wachtel- bis zum Straußenei

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Hans-Jürgen Schell züchtet Indische Pfautauben. Anfang November stellt er sie in Redefin aus. Daneben sammelt er alle Arten von Eiern

von
erstellt am 25.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Alles hängt irgendwie zusammen: Hans-Jürgen Schell (68) aus Harst ist Taubenzüchter. Diesem Hobby geht er bereits seit 1971 nach. Und er sammelt Eier, große, kleine, helle und dunkle. In Fachkreisen ist er sogar der Spezialist für die Präsentation der runden und ovalen Dinger. An die 250 Stück nennt er sein Eigen, das kleinste Ei stammt übrigens von der Wachtel, das größte vom Strauß.

Nach der Wende fühlte sich der Harster Taubenzüchter dem Westmecklenburger Rassetaubenklub verbunden und ist dort bis heute gut aufgehoben. „Damals, es muss gleich die erste Schau in Redefin gewesen sein, sprach mich das gesamte Umfeld sofort an. Was ich dort erlebte, entsprach meiner inneren Einstellung. Wir hatten damals ein begnadetes Mitglied, den viel zu früh verstorbene Rudi Wulf, der großen Wert auf die gute Präsentation der Tiere legte. Das haben wir bis heute beibehalten, damit sich die Besucher angesprochen fühlen“, erzählt der Harster.

Wenn die Taubenzüchter am 4. und 5. November in Redefin auf ihrer Jubiläumsschau anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins ihre Tiere für die Besucher ausstellen, ist Hans-Jürgen Schell mit seinen Indischen Pfautauben dabei.

Das Züchten der Tauben sei ihm und seinem Bruder vom Vater in die Wiege gelegt worden. Als Kind habe er immer den Kopf nach oben gehalten, um die schönen Tauben zu bewundern, die sein Vater züchtete. Denn das Züchten von Rassegeflügel sei für ihn etwas Besonderes. „Wirtschaftsgeflügel kaufe ich mir beim Händler, Rassegeflügel züchte ich. Es geht dabei um bestimmte Formen, um die Farbe, um Federn an den Füßen, um die Haube auf dem Kopf oder um lockiges Gefieder. Das alles wollen wir den Besuchern vermitteln“, kommt er ins Erzählen. Begonnen habe er mit Kropftauben. „Als kleiner Junge war ich auf Kröpfer fixiert. Bis in die 1970er Jahre hinein züchtete ich diese Rasse, die ich auch fliegen ließ. Aber dann wurde der Druck von den Griefvögeln draußen so groß, dass ich meine Tauben einsperren musste. Und das mochten sie gar nicht. Deshalb bin ich auf Pfautauben umgestiegen“, ist weiter von ihm zu erfahren. Allerdings erwies sich diese Rasse nach der Wende nach seinen Worten als recht kostspielig, was ihn dazu bewegte, in der Zucht auf Indische Pfautauben umzusteigen, die auch heute noch im Stall stehen, und die auch seiner Frau gefallen. Seine zweite Rasse sind die Mährischen Strasser in Rot. Mit den besten Tieren beider Rassen ist er am 4. und 5. November auf der Schau in Redefin mit dabei. „Die Schau ist für mich der Höhepunkt des Zuchtjahres, die Ernte, wie man so sagt. Natürlich möchte ich auch einen Pokal bekommen. Dafür bereite ich ja meine Tiere vor. Insgesamt ist die Stimmung im Verein sehr gut, die Arbeit läuft auf Augenhöhe“, ist abschließend von Hans-Jürgen Schell zu erfahren.

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