20 Fragen : Vom Tellerwäscher zum KON-Chef

Lutz Kalfak, der Chef vom KON in Hagenow würde gern Klavier spielen können. Aber auch jetzt schon kann er dem Instrument einige Töne entlocken.
Lutz Kalfak, der Chef vom KON in Hagenow würde gern Klavier spielen können. Aber auch jetzt schon kann er dem Instrument einige Töne entlocken.

Lutz Kalfak, Objektleiter der Jugendbegegnungsstätte in Hagenow hat sich gerade einen Traum erfüllt / Am 25. 9. „Spätlese Spezial“

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16. August 2015, 08:53 Uhr

Er ist der Vater der Hagenower Lesenacht, die im vergangenen Herbst  aus dem Stand einen beachtlichen Besucherzuspruch in Hagenow erfahren hat. Lutz Kalfak (50) leitet seit Anfang April 2012 die Hagenower Jugendbegegnungsstätte KON, ein Gemeinschaftswerk von Start GmbH und der Stadt Hagenow. Der gebürtige Prignitzer, der seinen Lebensmittelpunkt in Ludwigslust hat, kümmert sich insbesondere um das kulturelle Angebot im KON, um  Leben in das Haus zu bringen. So gehört u.a. die Kinderkleiderbörse, die am 5. September nun schon zum sechsten Mal dort stattfinden wird, zu den festen Terminen im Veranstaltungskalender.

Gegenwärtig hat Lutz Kalfak alle Hände mit der Vorbereitung der „Spätlese Spezial“ zu tun, zu der am 25. September um 19 Uhr  eingeladen wird. Der bekannte NDR-Moderator Thilo Tautz wird aus dem Buch von Thomas Brussig „Das gibts in keinem Russen-Film“ lesen. Karten gibt es im Vorverkauf im KON oder in der Stadtinformation. Hinzu kommt am 23. Oktober eine weitere “Spätlese“ mit Prominenten aus der Region.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Ein richtiges Lebensmotto habe ich nicht, ich halte es mehr mit einem Leitspruch von Oscar Wilde, der lautet: Am Ende wird alles gut, wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Ich bin gern auf der Insel Usedom. Das Wasser und die Landschaft sprechen mich an.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Zu Kinderzeiten habe ich Strohblumensträuße aus Opas Garten gebunden und verkauft. Und später als Schüler arbeitete ich in den Ferien in meinem zukünftigen Ausbildungsbetrieb, der Mitropa auf dem Bahnhof in Wittenberge als Tellerwäscher. Damit konnte ich schon einen guten Blick in meinen späteren Ausbildungsbetrieb werfen.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für ein Rennrad. Wittenberge ist bekanntlich die Stadt der Radfahrer.

Wo findet man Sie am ehesten?
Im KON. Und dann natürlich unterwegs auf der Suche nach Ideen für Veranstaltungen.

Was stört Sie an anderen?
Unzuverlässigkeit.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Helden gibt es sicherlich im Großen wie im Kleinen. Und mir persönlich stehen die am Nächsten,  die nicht unbedingt ins Rampenlicht drängen,  die nicht gleich eine Gegenleistung haben wollen für das, was sie einmal gemacht haben.

Was würden Sie gerne noch können?
Klavier spielen.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Menschen um mich zu haben, die mir etwas bedeuten und  denen auch ich etwas bedeute. 

Wen würden Sie gerne mal treffen? 
Konstantin Wecker, weil er ein hervorragender Liedermacher ist. Außerdem spielt er genial Klavier, und er ist politisch engagiert.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank? 
Marmelade. Ich mache ein ganz hervorragendes Holuderblütengelee. Das muss kühl stehen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Von Walter Kempowski „Alles umsonst“. Die Geschichte spielt auf einem Gutshof in Ostpreußen im Januar 1945, kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee und dem Beginn von Flucht und Vertreibung.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf Chips und Schokolade.

Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Ich habe mir gerade einen Traum erfüllt. Zu meinem 50. Geburtstag fuhr ich in die Staaten, von San Francisco nach New York.

Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Ich bin unbeschreiblich ... .

Wo ist für Sie Heimat?
Ein Stück weit im brandenburgischen Wittenberge, wo ich die ersten 18 Jahre meines Lebens verbracht habe und da, wo ich mich wohlfühle.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
1. Natürlich Gesundheit, sonst ist alles Nix.
2. Mehr Menschlichkeit.
3. Und etwas weniger Gier auf dieser Welt.

Verraten Sie uns etwas, was kaum jemand über Sie weiß?
Ich habe einen Motorradführerschein. Wenn ich unterwegs bin, dann gemächlich.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Susanne Kramer von der Kramserei in Klein Krams.

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