zur Navigation springen

Haben freilaufende Hunde ein Kalb bei Hagenow gerissen? : Vom Galloway-Kalb blieben nur Knochen übrig

vom

Ein totes Galloway-Kalb auf der Weide bei Hagenow sorgt bei den Züchtern für Unruhe. Es war das erste Jungtier gewesen, das in diesem Jahr geboren wurde. Die mysteriösen Todesumstände des Tieres sind noch nicht geklärt.

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2013 | 05:31 Uhr

Hagenow | Es war eine grausige Entdeckung, die Uwe und Otto Ohnedorfer in diesen Tagen auf der Winterweide ihrer Galloway-Rinderherde bei Hagenow machten. "Da lag eine Kuh abseits im Schwarzdornbusch, und sie schien etwas zu bewachen. Als wir näher kamen, sahen wir, warum die Mutterkuh dort war. Sie lag ganz dicht an den Knochen ihres Kalben, das sie einige Stunden zuvor auf die Welt gebracht hatte. Von Körper und Kopf des Tieres fehlte jede Spur", erzählt Dr. Otto Ohnedorfer.

Jenseits der Bekow in Richtung Wittenburg hält Uwe Ohnedorfer seit einigen Jahren seine Galloway-Rinder, sein Vater, Otto Ohnedorfer unterstützt ihn bei der Pflege der Tiere. Die Rinder sind robust und brauchen auch im Winter nicht in den Stall. Sie sind es gewohnt, auch bei Frostgraden dort draußen zu leben und zu kalben. Doch das erste Kalb, das in diesem Jahr in dieser Herde geboren wurde, gibt es nicht mehr. Es wurde aufgefressen, von wem, steht noch nicht so genau fest.

"Natürlich stellt man nach so einem Vorfall Theorien auf. Vielleicht war es eine Totgeburt, aber auch ein totes Kalb muss erst einmal so zerlegt werden, um es dort wegzubekommen. Waren es die Wildschweine?, war die nächste Theorie. Doch es gab vor Ort keine Trittsiegel von Sauen, deshalb kann es keine Sau gewesen sein. Den Wolf schließe ich persönlich aus, auch wenn er hier in der Gegend wäre, in der Bekow hält der sich bestimmt nicht auf, weil es hier überall nach Mensch riecht", meint Otto Ohnedorfer, der in diesem konkreten Fall freilaufende Hunde als wahrscheinlichste Übeltäter in die enge Wahl zieht.

Er möchte in diesem Zusammenhang Hundebesitzer dafür sensibilisieren, ihre Tiere nicht frei in der Feldmark und im Wald laufen zu lassen und darauf zu achten, dass sie nur angeleint mit Herrchen unterwegs sind. Der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Wilfried Röpert schließt auf SVZ-Nachfrage nicht aus, dass Hunde, wenn sie außer Kontrolle geraten, wildern. "Es kommt schon vor, wenn freilaufende Hunde unterwegs sind, dass die Gefahr besteht, dass sie Rudel bilden und jagen. Diese einzelnen Fälle gibt es", bestätigt er auf SVZ-Nachfrage. Auch er macht auf die Verantwortung der Hundehalter aufmerksam, ihre Tiere nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Mathias Lidzba von der Hagenower Stadtverwaltung sind in und um Hagenow keine aktuellen Fälle bekannt, in denen Hunde Tiere reißen. Auf jeden Fall werden Ohnedorfers ihre Galloway-Rinderherde in dieser Zeit des Abkalbens besonders im Blick behalten, damit nicht noch einmal so ein Unglück passiert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen