Zarrentin : Vollgas für einen neuen Stadtteil

Arbeiten an einem der ersten Blöcke im früheren Zarrentiner Time-Park.
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Arbeiten an einem der ersten Blöcke im früheren Zarrentiner Time-Park.

Nach Jahren des Planens und des Streitens wird jetzt im Zarrentiner Time-Park an allen Ecken und Enden mit Tempo gebaut

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19. April 2018, 05:00 Uhr

Die Umrisse der ersten neuen Wohnblöcke sind bereits zu erkennen, die nächsten Baugruben schon ausgehoben. Noch in dieser Woche beginnen die Erschließungsarbeiten für die Straßen und Kanäle. Der Baustart für den Bereich des betreuten Wohnens steht bevor, die Vorbereitungen für das benachbarte Ärztehaus sind abgeschlossen. Dazu kommt, dass alle 31 Grundstücke für die Eigenheime in dem Bereich bereits verkauft sind. Hier, in Nachbarschaft von Kloster und Kirche wächst nun mit Macht ein neuer Stadtteil heran, der so genannte Time-Park.

Mathias Redmann, Architekt und Teil der in dem Projekt federführenden EWP-Gruppe mit Sitz in Wittenburg, kommt aus dem Aufzählen gar nicht mehr heraus. „Wir hatten jetzt die Anlaufberatung für die Erschließung, die ersten Blöcke mit je acht Wohneinheiten sind in Bau. Wir haben Baufreiheit geschaffen, der Bebauungsplan ist endlich rechtskräftig und wir haben die meisten Grundstücke verkaufen können. Jetzt wird endlich gebaut.“ Formal sind es sehr viele unterschiedliche Bauherren, die in Aktion treten, denn die Schaalsee Invest GmbH kümmert sich eigentlich nur um die Erschließung. Der Bau selbst obliegt dann einzelnen Bauherren.

Es geht laut B-Plan um 191 Wohneinheiten, 64 in Geschosswohnungen, weitere 80 in einer Anlage zum betreuten Wohnen und der Rest in Eigenheimen. Doch eigentlich entsteht damit für die knapp 5000 Einwohner zählende Stadt ein komplett neuer Teil. Es ist das Ergebnis der Umwandlung eines einst gescheiterten Gewerbegebietes in ein Wohngebiet. Das war und ist kompliziert, hat Jahre gedauert und viele Änderungen nötig gemacht. Vor allem um die Umweltfragen wurde und wird gestritten. Ein Teil des Gebietes, das jetzt offiziell „Schaalseehof“ heißt, grenzt direkt an den See. Um die dort geplanten sieben Grundstücke wird besonders heftig gestritten. Gegner einer Initiative aus dem benachbarten Wohngebiet halten sie nicht für zulässig und wollen den dort auf einer Ausgleichsfläche entstandenen Wald erhalten. Das ist nach vielen Änderungen und Ausgleichsmaßnahmen vom Tisch. Aus den Kreisen der Initiative war zu erfahren, dass in der Sache nach wie vor eine Normenkontrollklage vor Gericht angestrebt wird.

Redmann und die EWP-Gruppe wissen das und sehen der Sache gelassen entgegen.

Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger hat sich mit seiner kompletten Vertretung schon früh hinter die neuen Pläne gestellt. Zum einen, weil der Stadt durch den Verkauf Rückzahlungen von Fördermitteln erspart blieben. Zum anderen, weil angesichts des Zuzugs und der Nachfrage der Bedarf an Wohnungen gesehen wird. Zudem bekommt Zarrentin nun auch noch ein Ärztehaus. Das gehört zwar offiziell nicht zu dem Gelände des Schaalseehofes, wird den neuen Stadtteil aber enorm aufwerten.

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