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Theater Tripkau : „Vieles ergibt sich beim Spielen“

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Laiendarsteller bereiten sich auf Freiluft-Theater beim Dorffest vor. Zum sechsten Mal wollen sie ein selbstgeschriebenes Stück aufführen.

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erstellt am 04.Aug.2017 | 12:00 Uhr

„Pass bloß auf!“, das ist am Mittwochabend die Begrüßungsfloskel. Erst danach gibt es das „Hallo“ oder „Nabend“. Und es wäre auch ungünstig, wenn gut zweieinhalb Wochen vor der geplanten Aufführung ein Darsteller mit gebrochenem Sprunggelenk ausfallen würde. In der Tripkauer Mehrzweckhalle probt die Laienspielgruppe des Carneval Club Tripkau gelb/weiß 58 e.V. (CCT) unter schwierigen Bedingungen. „Das kommt von der Feuchtigkeit“, sagt Olaf Hengevoß, Geschäftsführer des CCT, und zeigt auf eine große Wölbung im Parkett. „Das Wasser der Krainke drückt hier rein und den Boden hoch.“ Daran, dass die Grundschüler in der Halle demnächst Sport machen, ist momentan nicht zu denken.

Die Theatergruppe kann allerdings nicht länger warten und muss den welligen Boden wohl oder übel in Kauf nehmen. Am 20. August soll das selbstgeschriebene Stück während der „Großen Hofpause“, dem Dorffest, aufgeführt werden. Und zur Freude von Hendrik Stille, der in diesem Jahr die Regie übernommen hat, kommen am Mittwochabend alle elf Darsteller zusammen. „Das Stück heißt ‘Die KATtastrophen Praxis. Darin geht es um kuriose Begebenheiten aus dem Dorfleben“, so Stille. „Mehr wird aber jetzt noch nicht verraten.“

Schon im November vergangenen Jahres hatte sich die Truppe das erste Mal zusammengesetzt und Ideen gesammelt. „Elisabeth Siefert ist unsere Schreiberin und bringt die Gedanken dann aufs Papier. Was wir heute proben, ist aber bestimmt schon die fünfte oder sechste Fassung. Vieles ergibt sich erst beim Spielen“, erzählt Olaf Hengevoß. Wenn etwas nicht funktioniert oder jemand noch eine Idee hat, werde das im Drehbuch geändert.

Die Darsteller haben ihre Erfahrung damit, was auf der Bühne umgesetzt werden kann. Die meisten von ihnen kennen es, im Rampenlicht zu stehen – allein durch ihre Auftritte beim Karneval. Und so gehen sie auch routiniert mit kleinen Pannen um. „Es passiert immer etwas bei einem Auftritt“, meint Hengevoß. So hätte z.B. der ein oder andere schon mal vergessen sein Mikrofon anzuschalten. Das Publikum nehme es aber mit Humor.

Ob dieses Jahr auch wieder etwas Unvorhergesehenes passiert, erfahren die Besucher der „Großen Hofpause“ am Sonntag, den 20. August, um 14 Uhr auf dem alten Schulhof in Tripkau. Dann steht die Uraufführung des Stücks „Die KATtastrophen Praxis“ an.

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