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Hagenower Kreisblatt

12. Dezember 2017 | 07:43 Uhr

Hagenow : Viel Dampf unter höchstem Schlot

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Firma Biotherm ließ sich beim Unternehmerstammtisch in die Kessel schauen / Zukunftsorientierte Verwertungslösungen im Blick

von
erstellt am 15.Sep.2014 | 15:32 Uhr

Der Unternehmerverband West – Mecklenburg hatte in die Hagenower Firma Biotherm GmbH zu einem Stammtisch eingeladen. Das Wissen um den Partner von „nebenan“ sei für ein erfolgreiches Netzwerk unabdinglich und fördert zudem das persönliche Kennenlernen.

So waren die Vertreter von rund 30 Mitgliedsunternehmen erstaunt über das breite Leistungsspektrum der Biotherm GmbH. Das familiengeführte Unternehmen setzt in seiner Firmenphilosophie auf den Rohstoff Biomasse in Form von getrockneten Holzhackschnitzeln. So erfuhren die Gäste in einem Vortrag und auf dem Betriebsrundgang, dass dieser Rohstoff die Rolle von Erdgas bzw. Heizöl bei der Produktion von Wärme und Prozessdampf bestens übernehmen kann.

Biomasse gibt es in der Region ausreichend und dieses bei kurzen Anfahrtswegen zu einem Preis, der deutlich unter dem der vorgenannten Energieträger liegt. Das Hagenower Biomassekraftheizwerk, das die Familie Uffmann seit 2010 betreibt, hat nach der Übernahme einige Klippen umschiffen müssen, arbeitet nun aber zuverlässig und ökonomisch effizient.

Mit einer so genannten drei Kesselanlage wurde im vergangenen Jahr ein neuer Spitzenwert in der Auslastung erreicht.

Von 8780 zur Verfügung stehenden Jahresbetriebstunden war die Anlage 8000 Stunden am Netz. Zum Vergleich: Solaranlagen leisten rund 900 Stunden. In diesem und dem kommenden Jahr werden rund fünf Millionen Euro in Technik und Betriebserweiterung investiert.

Die Belegschaftsstärke ist im Hagenower Standort bei 20 Mitarbeitern angekommen. Zum zufriedenen Kundenstamm des Unternehmens gehören z.B. die Hagenower Betriebe „Trolli“ und das „Kartoffelveredlungswerk“. An der Gewinnung weiterer Partner wird gearbeitet. Darüber hinaus freut sich die Wemag über einen stabilen Partner zum Netzausgleich in Spitzenzeiten oder bei einem Ausfall anderer Zulieferer. Erläutert wurden den Teilnehmern der Runde weitere und auch technologisch völlig neue Wege zur Nutzung des Rohstoffs Holzhackschnitzel und seiner Restkomponenten, wobei die Umweltverträglichkeit an erster Stelle steht.

So will man u.a. im Hagenower Werk eine innovative Verwertungslösung von kommunalen Klärschlämmen bei Erhaltung der Nährstoffe umsetzen. Das sind Prozesse die in die Zukunft gerichtet sind und die mit Unterstützung des Landes realisiert werden können. Das Unternehmen und der Unternehmerverband suchen hier insbesondere die Unterstützung des Landwirtschaftsministers Dr. Till Backhaus. Im Ergebnis des Stammtisches haben alle teilnehmenden Unternehmen den „Nachbarn“ besser kennen gelernt und in den sich ergebenden Gesprächen sicher auch erste Ansätze einer zukünftigen Zusammenarbeit erörtert.

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