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Großeinsatz bei Vielank : Verwirrung um Motorrad-Unfall

vom

Ein 27-jähriger Motorradfahrer war auf der Landesstraße bei Vielank vom Motorrad gestürzt. Als die Rettungskräfte eintrafen, erhob sich der Fahrer und lief von der Unfallstelle weg.

svz.de von
erstellt am 08.Nov.2011 | 07:14 Uhr

Vielank/Jessenitz | Ein 27-jähriger Motorradfahrer hat am Montag und Dienstag für einige Verwirrung gesorgt. Zunächst hatte eine 43-jährige Zeugin den Fahrer kurz nach 19 Uhr auf der Straße zwischen Vielank und Volzrade bäuchlings liegend neben seinem Motorrad gesehen und die Rettungskräfte alarmiert. Als die eintrafen, erhob sich der Fahrer des Motorrades plötzlich und lief von der Unfallstelle weg. Die Polizei hatte daraufhin eine Fahndung nach dem Mann eingeleitet, da nicht auszuschließen war, dass sich der Mann bei dem Sturz ernsthaft verletzt haben könnte. Ein Fährtenhund der Polizei kam zum Einsatz und auch Feuerwehrleute aus der Region unterstützten die Suche nach dem verschwundenen Unfallfahrer. Allerdings verlief die Fahndung, die bis in die Nacht hinein andauerte, zunächst erfolglos.

Der vermisste Motorradfahrer ist am späten Dienstagvormittag nach mehrmaligen Versuchen schließlich von der Polizei zu Hause angetroffen worden. Die musste nach SVZ-Informationen wohl nachdrücklicher werden, um sich Klarheit verschaffen zu können. Der mutmaßliche Unfallfahrer war augenscheinlich unverletzt und benötigt keine medizinische Hilfe. Er wohnt in der Nähe des Unfallortes. Bislang hat sich der 27-Jährige nicht zum Verkehrsunfall am Montagabend auf der Landesstraße bei Vielank geäußert. Allerdings verhielt sich der Angetroffene bisher auch alles andere als kooperativ.

Die Polizei ermittelt gegen den Mann nun unter anderem wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Ob weitere Vorwürfe dazu kommen, ist unklar. So gibt es Aussagen, dass der Mann ohne Helm gefahren sein soll und die Maschine, eine umgebaute Chopper, auch keine Kennzeichen hatte. Polizeisprecher Klaus Wiechmann stufte den Fall gestern zumindest als ungewöhnlich ein. Dass ein mutmaßliches Unfallopfer ausgerechnet dann weglaufe, wenn die Rettungskräfte eintreffen, das sei ihm in seiner langjährigen Praxis noch nicht vorgekommen. Zur Bilanz des Abends gehört auch, dass Feuerwehrmänner aus der Region an der Fahndung beteiligt waren. So wurden 22 Männer der Wehren aus Vielank, Alt Jabel und Neu Jabel eingesetzt, um den Flüchtigen zu finden. Auch die werden von ihrem Nachbarn wissen wollen, warum er plötzlich die Flucht ergriff. Der Verdächtige soll in den kommenden Tagen zu den Vorwürfen von der Polizei vernommen werden.

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