Boizenburg : Verwaltungsfehler mit Folgen

Ob Schneeschieben oder Instandhaltung. Der Gerätewart hat viele Aufgaben um und in der Feuerwache zu erledigen.
Ob Schneeschieben oder Instandhaltung. Der Gerätewart hat viele Aufgaben um und in der Feuerwache zu erledigen.

Der Posten des Gerätewartes der Boizenburger Wehr bleibt wegen eines Irrtums bei der Stellenvergabe zunächst unbesetzt.

svz.de von
07. März 2018, 21:00 Uhr

Groß war die Freude bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Boizenburg und den zur Stadt gehörenden Ortsteilen. Endlich schien die seit Sommer 2017 vakante Stelle des hauptamtlichen Gerätewarts zum 1. März dieses Jahres neu besetzt worden zu sein. Doch hierbei freuten sich alle Beteiligten anscheinend zu früh. Es gab zwar ausreichend Bewerber, die sich auf die Ausschreibung der Stadt, die am 30. November endete, meldeten, das Auswahlverfahren war jedoch mit Komplikationen behaftet, die jetzt weitere Folgen haben.

Fälschlicher Weise sah sich nämlich zunächst die Verwaltung in der Position, die ausgeschriebene Stelle mit einem passenden Bewerber zu besetzen. „Da haben wir einen Fehler gemacht“, räumt Bürgermeister Harald Jäschke ein. Dieser Fehler wurde vom Fraktionsvorsitzenden der Bürger für Boizenburg, Rainer Wilmer, angesprochen: „Aufgrund der Position des Gerätewarts ist laut städtischer Satzung der Hauptausschuss für die Besetzung der Stelle verantwortlich.“

Das Problem war jedoch, dass die Bewerbungsgespräche in der Verwaltung zum Ende des Jahres 2017 schon so weit gediehen waren, dass sich ein Interessent bereits große Hoffnungen machte, der neue Gerätewart zu werden. Aufgrund der Verschiebung des Zuständigkeitsbereichs bei der Stellenausschreibung musste sich dieser Kandidat nun jedoch erneut einem Gespräch stellen. Dieses fand vor der Stadtvertretersitzung am 18. Januar statt und fiel, trotz der Fürsprache aus der Verwaltung für den von ihr bevorzugten Bewerber, zu Gunsten eines anderen Anwärters auf den Posten aus.

Mag sich dieser Lauf der Dinge auch merkwürdig anhören, die Stadt handelte mit all ihren Maßnahmen, um den anfänglichen Fehler zu beheben, im rechtlichen Rahmen. Dies verdeutlichen sowohl Jäschke als auch Wilmer. Alleine der nun nicht mehr berücksichtigte Bewerber sieht sich ungerecht behandelt. „Es erwartet uns ein Konkurrenzverfahren vor dem Amtsgericht“, so Jäschke. So lange dieses Verfahren läuft, kann auch die Stelle des Gerätewarts nicht neu besetzt werden. „Für uns ist das sehr ärgerlich, weil die momentane Situation keine ist, mit der wir leben können“, teilt Boizenburgs Wehrführer Reinhold Tiede auf SVZ-Nachfrage mit. Alle Beteiligten hoffen jetzt dennoch auf eine schnelle Lösung des Problems.

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