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Nach Wildunfall : Verletztem Biker geht es besser

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ein Hirsch war dem Motorradfahrer während der Rundfahrt am vergangenen Sonnabend in sein Gefährt gesprungen

svz.de von
erstellt am 04.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Dem verunglückten Motorradfahrer, der beim Bikertreffen in Hagenow gestürzt war, geht es besser. „Es geht bei ihm jetzt in Richtung vollständige Genesung“, sagt Hans Barner, der Cheforganisator der Rundfahrt.

Gestürzt war der Biker schon wenige Kilometer nach Beginn der Ausfahrt. Im Waldstück hinter Pritzier lief dem Mann nicht irgendein Stück Wild in seine Harley, sondern es war sogar ein Hirsch. „Dass da nichts weiter passiert ist, grenzt an ein Wunder“, sagt Hagenows Polizeirevierleiter Uwe Mathews. „Es waren nur ein paar Prellungen - also leichte Verletzungen“, sagt Hans Barner, der bei der Tour ebenfalls im vorderen Drittel fuhr, wo auch der Biker-Kumpel zu Fall kam. „Glücklicherweise jedoch waren alle Fahrer umsichtig und reagierten hervorragend, sodass es keine weiteren Stürze gab“, so Uwe Mathews, der dem Unfallort noch eine weitere Brisanz zuordnete.

„An gleicher Stelle hatten wir vor Jahren schon einmal einen Unfall mit einem Hirsch. Damals leider mit tödlichem Ausgang für einen Autofahrer“, erinnert sich Mathews. Beim Überholen eines anderen Pkw prallte der Kamerad der Feuerwehr seinerzeit frontal in einen Hirsch, ohne diesen vorher gesehen haben zu können.

Umso erleichterter waren die Beamten als sie sahen, dass es dem Motorradfahrer nach dem Unfall mit dem großen Tier vergleichsweise gut ging. Eine Schuldsuche gab es in diesem Fall nicht. „Die Durchführung einer solchen Tour liegt immer beim Veranstalter selbst. Die müssen entscheiden, ob sie fahren oder nicht. Und es war ja nun auch nicht so sehr glatt. Aquaplaning musste nicht befürchtet werden und überfrierende Nässe gibt es bei diesen Temperaturen ja auch nicht. Ein Wildunfall ist schlicht und einfach Unglück“, so der Polizeibeamte.

Im gleichen Tenor spricht auch Hans Barner: „Das kann täglich passieren, leider ist es aber bei der Ausfahrt passiert.“ Gut nur, dass beim Verunfallten im Krankenhaus schnell festgestellt wurde, dass es keine ernsthaften Verletzungen gab. So blieben vorerst nur der Schock und ein paar Schrammen.

Zum Bikertreffen an sich konnte sich der Chapter-Chef gegenüber der SVZ nur sehr verhalten äußern. „Ich bin nicht zufrieden. Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Freitag haben wir keine guten Zahlen gehabt. Die Entschädigung kam am Samstagnachmittag. Dann trudelten mehr Biker und viele Besucher ein. Auch die Band am Abend war super“, so Barner.

Beim Ausblick auf das 15. Treffen schwingt allerdings schon wieder Vorfreude mit: „Es gibt schon Ideen für das kommende Jahr und es wird an der Veranstaltung gebastelt. Die ersten Telefonate sind geführt.“ 2018 sollen es dann auch wieder deutlich mehr Teilnehmer werden als die 125 vom vergangenen Wochenende. Allerdings müsse eben auch das Wetter mitspielen.

 

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