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Boizenburg : Verletzte aus „Notlage“ gerettet

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Lebenswerk im Gewerbegebiet Boizenburger Bahnhof übte gestern die Evakuierung im Brandfall

svz.de von
erstellt am 15.Nov.2017 | 08:00 Uhr

Eine Frau steht gestern in der zehnten Tagestunde an einem Fenster des ersten Stocks und ruft um Hilfe. Schnell ist jedoch klar, dass die 33-Jährige nicht wirklich in Gefahr ist.  Sie mimt eine Person, die in einer Notlage gekommen war. Denn das ganze morgendliche Szenario stellte sich als Übung heraus.

Kurz nach zehn Uhr ist  plötzlich ein Alarm im  Gewerbegebiet am Boizenburger Bahnhof ausgelöst worden . Menschen strömen aus dem Objekt an der Ringstraße 2,, den Werkstätten des Lebenshilfewerks. Alle anderen warten bereits  am Sammelplatz und schauen gebannt auf ihre Kollegin. Zum Glück ist die Feuerwehr schnell vor Ort. Routiniert wird die Drehleiter in Stellung gebracht. Andere Kameraden begeben sich in die verqualmten Werkstätten und schauen, ob sich noch Personen im Gebäude befinden.

 Als Silvana Behnck von ihrem Platz am Fenster evakuiert ist,  steht sie kurz darauf  in eine warme Decke gehüllt bei ihren Kollegen. Spannend und aufregend zugleich war es für die Boizenburgerin  dennoch,  von der Feuerwehr gerettet zu werden.

Auch die anderen Mitarbeiter der Einrichtung scheinen nun hellwach. „Für uns war es eine vollkommene Überraschung. Wir wussten nicht, dass es nur eine Übung ist“, berichtet Norbert Schlüter, Gruppenleiter in der Metallverarbeitung, über die Rettungsaktion.

„Es wussten so wenige Bescheid, weil es eine Probe für den Ernstfall sein sollte“, begründet Karsten Thiel, der Leiter der Werkstätten, diese Maßnahme.

Und den Ernstfall hätten seine Mitarbeiter mit Bravour gemeistert. Nicht einmal zwei Minuten brauchte die gesamte Belegschaft, um das Gebäude zu verlassen. Dabei  ist man sehr diszipliniert und panikfrei  vorgegangen, wie sowohl  der Boizenburger Wehrführer Reinhold Tiede als auch die Sicherheitsfachkraft der Werkstätten, Rüdiger Zinke, in der Abschlussbesprechung anerkennen.

 „Mit solchen Übungen sorgen wir dafür, dass in unserer Einrichtung ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet ist“, so Zinke, der den Kameraden für ihren Einsatz dankt. Haben doch viele von ihnen  den Test  in ihrer freien Zeit absolviert. Auch die „gerettete“ Silvana Behnck  betont noch einmal, wie wichtig es ist,  „dass es die Feuerwehr gibt.“

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