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Lübtheener Schützenzunft ohne Chef : Vereins-Aus in letzter Sekunde abgewehrt

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Kein Vorstand, kein Verein. Als Dietmar Schulz im Februar seinen Posten als Vorsitzender der Lübtheener Schützenzunft niederlegte, drohte dem Verein das Aus. Nun ist die Situation nicht mehr ganz so hoffnungslos.

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erstellt am 13.Apr.2012 | 10:52 Uhr

Lübtheen | Kein Vorstand, kein Verein. Als Dietmar Schulz im Februar seinen Posten als Vorsitzender der Lübtheener Schützenzunft niederlegte, drohte dem Verein das Aus. "Ich habe schon seit Monaten angekündigt, dass ich aufhöre", so Schulz. "Da ärgert es mich natürlich, wenn niemand den Vorsitz übernehmen will. Es gab genügend Zeit, darüber nachzudenken." Die Absagen, die Schulz zu hören bekommt, haben immer die gleichen Gründe: "Der eine hat keine Zeit, der andere will keine Verantwortung übernehmen, dem nächsten liegt so eine Aufgabe nicht."

Schulz gehört zu den ersten Mitgliedern der Lübtheener Schützenzunft und ist seit ihrer Gründung 1994 deren Vorsitzender. Als er und sein Kassenwart Lothar Luther im Februar zurücktreten, steckt die Zunft in ihrer tiefsten Personalkrise. "Wir sind führerlos", empörte sich Schulz in unserer Redaktion. "Ohne Leitung und Finanzmeister kann ein Verein nicht existieren." Überlegungen, sich mit den Schützen im benachbarten Brahlstorf zusammenzuschließen, scheiterten an den Brahlstorfern. Auch die Idee, sich aufzulösen und als Abteilung "Schießen" dem Sportverein Concordia e.V. anzuschließen, wurde schnell verworfen.

Die Stimmung im Verein sei aufgeheizt, so Schulz. Die Situation angespannt, aber nicht mehr ganz so hoffnungslos. Denn nach wochenlangem Suchen und etlichen Gespräche hat sich jetzt Gunther Hagen für die Kassengeschäfte bereiterklärt. Übergangsweise, wie er sagt. Bis 2013 ein neuer Vorstand gewählt wird. Bis dahin übernimmt auch Schulz’ Stellvertreter Werner Braun den Vereinsvorsitz. Dann will sich auch der 70-Jährige aus dem Vorstand zurückziehen. "Es wird Zeit für einen Strukturwandel", sagt Dietmar Schulz. "Wir brauchen jüngere Mitglieder, die wiederum neue Leute mitziehen und das geht nur mit einem kompletten Neuanfang."

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