Boizenburg : Verbrecherjagd auf Probe

Julia Rump (l.) und Julia-Marie Hahnefeldt zusammen mit ihrem derzeitigen „Chef“ Revierleiter Fredo Kreft.
Julia Rump (l.) und Julia-Marie Hahnefeldt zusammen mit ihrem derzeitigen „Chef“ Revierleiter Fredo Kreft.

Schülerinnen des Elbe-Gymnasiums absolvieren ein Praktikum im Boizenburger Polizeirevier

von
31. Januar 2018, 12:00 Uhr

Besonders spannend geht es derzeit für zwei Schülerinnen des Boizenburger Elbe-Gymnasiums zu. Die 16-jährige Julia Rump und ihre 15-jährige Klassenkameradin Julia-Marie Hahnefeldt absolvieren gerade ein einwöchiges Praktikum im hiesigen Polizeirevier.

Die Entscheidung hierfür fiel für Julia, die aus Bahlen kommt, eher auf einem komischen Weg. „Eigentlich wollte ich ganz lange Lehrerin werden, aber dann habe ich mit meiner Mama überlegt, was noch interessant sein könnte und bin auf die Polizei gekommen“, erzählt die Schülerin, die ihre Einweisung in die Tätigkeiten der Wache nur kurz für das Gespräch mit der SVZ unterbrochen hat. An der Arbeit der Polizeibeamten fasziniert sie dabei besonders, dass das gesamte Spektrum der Tätigkeiten für Außenstehende gar nicht ersichtlich ist. „Wenn ein Polizeiauto sonst an mir vorbei fuhr, habe ich manchmal gedacht, dass die Beamten einfach nur so rum fahren“, gibt Julia zu.

Seit dem Antritt ihres Praktikums am Montag ist sie jedoch eines Besseren belehrt worden. „Es ist erstaunlich was die Polizisten alles sehen und worauf sie achten, nur wenn sie an Menschen vorbeifahren“, zeigt sie sich beeindruckt und fährt fort: „ Ich bemühe mich jetzt auch schon, auf bestimmte Sachen zu achten und erkenne sogar schon Erfolge.“

Ebenso beeindruckt ist auch Julia-Marie. Sie kommt aus Horst und ist gerade von der Aufnahme eines Verkehrsunfalls zurück im Revier. Die 15-Jährige hat sich bereits im letzten Spätsommer dafür entschieden, ein Praktikum bei der Polizei zu machen. Ihr Ansatz war dabei ganz konkret. Sie ist von der Pferdestaffel begeistert und dachte sich: „Da fange ich erstmal etwas kleiner an und schaue, ob mir die Arbeit überhaupt gefällt.“ Außerdem sei es zu den nächsten berittenen Polizisten etwas weit. Enttäuscht ist die Gymnasiastin dennoch nicht. Sie und ihre Klassenkameradin zeigen sich im Gegenteil darüber begeistert, dass ihre Vorstellungen von der Polizeiarbeit in gewisser Hinsicht revidiert wurden. „Es geht hier eher herzlich statt hart zu“, ist der Tenor der beiden Mädchen, die voll in das Team der Polizisten vor Ort integriert wurden.

Und dieses Team hat es besonders der 16-jährigen Julia angetan. Sie sieht sich als Mannschaftsspielerin und ihr gefallen die guten Aufstiegschancen bei der Polizei. Aus diesem Grund überlegt sie tatsächlich, eine Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren. Rein schulisch habe sie dafür die besten Voraussetzungen. Das kristallisierte sich bereits in Gesprächen mit den Kollegen heraus. Alleine die Größe mache ihr etwas sorgen, berichtet Julia. Julia-Marie ist diesbezüglich etwas unentschlossener. Noch bleibt den beiden Mädchen allerdings etwas Zeit für die Berufsfindung, so dass es für sie auch über diese Woche hinaus spannend sein wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen