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Flüchtlinge in Horst : Valluhner haben sich gekümmert

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Winterfeste Unterkünfte für die Aufnahmeeinrichtung in Nosdorf-Horst wurden von Drehtainer GmbH entworfen

Auf dem Gelände der Aufnahmeeinrichtung Nosdorf-Horst im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns wurden in den vergangenen Tagen neue Wohnunterkünfte aufgestellt. Das teilt gestern die Drehtainer GmbH in einer Presseinformation an unsere Zeitung mit.

In den 20 temporären Unterkünften, sogenannten TUK, sollen demnach bis zu 160 Flüchtlinge übergangsweise untergebracht werden. Aufgrund der weiter steigenden Flüchtlingszahlen und des nahenden Winters sei es nötig, die Aufnahmeeinrichtung schnellstmöglich zu erweitern, heißt es. Binnen weniger Wochen seien die TUK im 25 Kilometer entfernten Valluhn schlüsselfertig vormontiert und anschließend in der Aufnahmeeinrichtung aufgestellt worden. Die von der Firma entwickelten, sechs mal drei Meter großen Einheiten bestünden aus einer Rahmenkonstruktion, die umlaufend mit Sandwichpaneelen verkleidet sei. Sie verfügen über isolierverglaste Fenster, alle notwendigen Elektroinstallationen und bieten Platz für bis zu acht Bewohner.

„Der Firma Drehtainer aus Mecklenburg-Vorpommern ist es in kurzer Zeit gelungen, die von ihr entworfenen Wohncontainer für die Unterbringung von Flüchtlingen zu fertigen und zu liefern. Dadurch konnten wir die Zelte der ‚Vorgelagerten Unterkunftseinrichtung‘ (VUE) in Horst durch winterfeste Unterkünfte ersetzen“, sagte Lorenz Caffier, Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Durch ihre effiziente und wirtschaftliche Bauweise seien die TUK bedeutend günstiger als entsprechend große Container oder herkömmliche Modulbauten. Im Vergleich zu Zelten böten sie einen sehr guten Wetter- und Kälteschutz und seien auch als Indoorlösung für große, schwer zu beheizende Hallen gut geeignet. Vor allem mit Blick auf den bevorstehenden Winter seien die TUK eine wetterfeste, schnell zu realisierende und kostengünstige Alternative zu Zeltlagern.
„Dies ist ein schönes Beispiel wie durch Innovation und unternehmerisches Handeln ein Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise geleistet wird“, so Lorenz Caffier weiter. Das Land Mecklenburg-Vorpommern ließ sich als einer der ersten von den Vorteilen der neuen Unterbringung überzeugen. Doch auch andere Bundesländer zeigen großes Interesse an dieser neuen Lösung, durch die bis zum Beginn des Winters noch etliche Zelte ersetzen werden könnten.

 

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.
 

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