Hagenow : Urlaubstour: Nach Zittau und zurück

Thema der Woche: Mit dem Rad unterwegs.

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09. August 2019, 05:52 Uhr

Ein Fahrrad, acht Tage, 1300 Kilometer - das ist die Bilanz von Patrick Lamprechts spontaner Sommertour. „Ich hatte dieses Jahr nur einen begrenzten Urlaub und dachte mir, zu Hause rumsitzen, ist auch nicht gut“, erzählt der Soldat aus Hagenow. Er habe etwas unternehmen wollen und sei so auf die Idee gekommen, mit dem Fahrrad durch den Osten Deutschlands zu fahren. „Mein Opa hat dann vorgeschlagen, fahre doch nach Zittau, da bist du im Drei-Länder-Eck. Das fand ich spannend. Außerdem habe ich in wenigen Wochen Geburtstag und dachte mir, kurz vor 30 mache ich das mal.“

Dabei sei er eigentlich gar kein typischer Fahrradfahrer, sei nie viel mit dem Rad unterwegs gewesen, sondern laufe eher regelmäßig. „Ich habe mich so richtig erst eine Woche vorher damit beschäftigt. Bin an zwei Tagen mal 80 Kilometer gefahren, um zu sehen, wie das so ist“, erzählt Patrick Lamprecht. Allerdings ohne Gepäck, das kam erst beim Start zu seiner Tour dazu und „war eine Herausforderung. Über die Tage wurde es dann aber besser. Insgesamt war es erstaunlich gut, das wird wohl auch an dem Fahrrad gelegen haben.“

Zwei Wochen vor seinem Aufbruch nach Zittau hatte sich der Soldat das Fahrrad gekauft, kein Sonderangebot im Supermarkt, aber auch kein Luxusrad. „Es lag im mittleren Preissegment“, sagt Patrick Lamprecht und es habe ihn gut nach Zittau und wieder zurück getragen. Die Schmerzen konnte es allerdings nicht verhindern. „Ich bin um die 120 Kilometer pro Tag gefahren. Abends habe ich dann immer Magnesium genommen, Muskelkater hatte ich trotzdem.“

Und dennoch meint Patrick Lamprecht, er würde sich wieder auf den Weg machen. Einen konkreten Plan gebe es zwar noch nicht, aber das westliche Deutschland möchte er auch erkunden, vielleicht runter an den Bodensee radeln, wenn er mal wieder „den Kopf frei bekommen“ möchte. Sorgen nochmal alleine zu starten, hat er offenbar nicht. „Ich habe auf der Tour sehr viele unterschiedliche Menschen kennengelernt. Man kommt mit anderen Treckern einfach ins Gespräch. Fährt zusammen ein paar Kilometer und unterhält sich.“ Auch während seiner Pausen sei er oft angesprochen worden. Die Menschen seien daran interessiert gewesen, was er vorhat. „Und ich war wirklich sehr überrascht, wie hilfsbereit die Deutschen sind.“ So sei ihm beispielsweise an den heißen Tagen an allen Standorten ein Getränk angeboten worden.

Robert Lehmann

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