Wemag modernisiert Leitung zwischen Hagenow und Hornkaten : Uraltleitung wird in Rente geschickt

<strong>Leitungsmonteure </strong>entern einen Hochspannungsmast nahe Gammelin, die Wemag hat mit der Modernisierung einer weiteren Leitung im Hagenower Bereich begonnen. <foto>Archiv</foto>
Leitungsmonteure entern einen Hochspannungsmast nahe Gammelin, die Wemag hat mit der Modernisierung einer weiteren Leitung im Hagenower Bereich begonnen. Archiv

Die Wemag modernisiert ihre 110-kV-Leitung im Bereich Ludwigslust bis Hagenow. Es gibt mehrere Gründe für die 9,4 Millionen-Investition. Zum einen ist die Leitung zu alt und zum anderen muss die Kapazität erhöht werden.

svz.de von
25. Januar 2013, 10:43 Uhr

Hagenow | Die Wemag modernisiert und verstärkt gegenwärtig ihre 110-kV-Freileitung im Bereich Ludwigslust bis Hagenow. "Auf dem 19 Kilometer langen Abschnitt zwischen Hornkaten und Hagenow wurden bereits die Leiterseile und Isolatoren sowie eine Vielzahl der Maste demontiert. Die Bauarbeiten wurden in der zweiten Januar-Woche wieder aufgenommen. Eine Hauptarbeit ist derzeitig die Herstellung der Plattenstraßen, der Fundamente für die neuen Stahlgittermaste sowie die Vormontage der Stahlgittermasten", teilte das Unternehmen jetzt mit.

Es gibt gleich mehrere Gründe für die 9,4 Millionen Euro teure Erneuerung der für Westmecklenburg wichtigen Leitung. Zum einen ist die Leitung viel zu alt, sie stammt aus dem Jahr 1938 und ist den Anforderungen des 21. Jahrhunderts kaum noch gewachsen. Zum anderen muss die Kapazität dieser Verbindung im Hochspannungsnetz dringend erhöht werden, schon um die Einspeisemöglichkeiten für die erneuerbaren Energien zu verbessern. Während es im Altkreis Ludwigslust bis auf den Windpark bei Ortkrug keine Windparks gibt, sieht das im brandenburgischen Bereich z. B. völlig anders aus. Schon mit den jetzt vorhandenen Windanlagen stößt das in Teilen uralte Hochspannungsnetz in Westmecklenburg an seine technischen Grenzen. Hagenow nimmt durch sein erst vor wenigen Jahren umfassend modernisiertes Umspannwerk dabei eine Schlüsselstellung bei der stabilen Sicherung der Stromversorgung ein. In Hagenow laufen gleich mehrere Leitung des 110-KV-Netzes zusammen. "Die modernisierte 110-kV-Trasse zwischen Hagenow und Perleberg wird dem bisherigen Verlauf folgen, die neuen Maste werden wieder an den alten Standorten aufgestellt. Dafür werden zunächst die alten Leitungsmasten einschließlich der Gründungen entfernt, bevor mit den neuen Fundament-Gründungen begonnen wird. Diese bestehen hauptsächlich aus Rammpfahlgründungen, so dass tagsüber mit Geräuschentwicklung gerechnet werden muss", warnte das Unternehmen vorsorglich in seiner Mitteilung.

Der Abschnitt Hagenow-Hornkaten soll bereits im Mai fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Durch die Verstärkung erhöht sich die übertragbare Leistung um ein Mehrfaches. "Dieser Leitungsabschnitt ist von zentraler Bedeutung im Rahmen unserer Energiewendeprojekte", erklärt Projektleiter Harald Spieß.

Die Wemag betreibt nach eigener Darstellung in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Niedersachsen ein etwa 15 000 Kilometer langes Stromnetz, engagiert sich im Umweltschutz und gewinnt einen Teil des Stroms aus regenerativen Quellen.

Die Wemag-Unternehmensgruppe ist auch einer der größten Arbeitgeber Westmecklenburgs: 570 Mitarbeiter - davon 38 Azubis - sorgen für eine sichere Energieversorgung. Unter der Marke "wemio" liefert die Wemag Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen an alle Haushalte und Gewerbekunden. Seit 2011 werden klimafreundliche Gasprodukte angeboten. Hinzu kommen erhebliche Investitionen in Erneuerbare Energien, Energieeffizienzprodukte und die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung über die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG.

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