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Verfolgungsjagd A 24 : Update Tankbetrug: Auto geklaut, Fahrer noch in Lebensgefahr

vom

Tankbetrug bei Gallin und Verfolgungsjagd auf der A24 - in Putlitz endet die Flucht mit einem schweren Unfall. Das Auto war geklaut, der Fahrer schwebt in Lebensgefahr.

svz.de von
erstellt am 04.Mär.2017 | 10:55 Uhr

Blutiges Ende einer wilden Verfolgungsjagd heute morgen auf der A 24 Richtung Berlin: In der Anschlussstelle Putlitz brach der schwarze Audi eines flüchtigen Mannes aus, überschlug sich und prallte gegen einen Baum. Der polnische Fahrer konnte aus dem Wrack geborgen werden und wurde per Rettungswagen mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Klinikum Schwerin verbracht.

Update zum aktuellen Stand vom späten Nachmittag: Die schwarze Audi-Limousine wurde zuvor in Hamburg gestohlen, der polnische Fahrer schwebt nach letzten Informationen noch immer in Lebensgefahr. „Uns bot sich vor Ort ein heftiges Unfallbild. Eine Flucht, die über eine Strecke von 90 Kilometer stattfindet, haben wir äußerst selten.", erklärt Karsten Weiland, Dienstgruppenleiter der Autobahnpolizei Walsleben.

Was war geschehen? Gegen 6:50 Uhr betankte der Mann seinen Audi an der Tankstelle der Raststätte Schaalsee. Nur leider "vergaß" er, seine Rechnung zu begleichen. Ohne zu zahlen preschte er wieder auf die A 24 in Fahrtrichtung Bundeshauptstadt.

Der Tankstellen-Mitarbeiter aber reagierte zum Glück schnell - dank seines Anrufs konnte der flüchtige Pkw durch die Polizeibeamten des Autobahn- und Verkehrspolizeirevier Stolpe auf Höhe der Anschlussstelle Neustadt-Glewe ins Visier werden. Aufgrund der sehr hohen Geschwindigkeit des Audis riss der Sichtkontakt jedoch vorerst ab.

„Meist können die Tankbetrüger unerkannt flüchten. Ganz selten können wir die Straftäter stellen. Und auch dieses Fahrzeug fuhr mit über 200km/h über die Autobahn, da haben wir eigentlich gar keine Chance.", so Karsten Weiland.

Kurze Zeit später nahm ein zweiter Streifenwagen zwischen den Anschlussstelle Parchim und Suckow die Verfolgung auf, doch der flüchtende Fahrer reagierte nicht auf das Haltesignal bzw. täuschte das Halten nur für Sekunden an.

Mit völlig überhöhter Geschwindigkeit verließ der Pole dann an der Anschlussstelle Putlitz die Autobahn. Dabei brach sein Fahrzeug aus - die Folgen sind bekannt.

„Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich kein Streifenwagen in der Nähe. Es bestand kein Sichtkontakt zum Fahrer des Audis. Erst ein Augenzeuge fand den verunfallten Audi, der Tatverdächtige war noch im Auto. Der Notruf kam über die Rettungsleitstelle.", bestätigt Weiland. „Der Fahrer schwebt nach unseren Informationen in Lebensgefahr. Und das wegen ein paar Euro Benzin.“

Die Beamten und Experten haben die Ermittlungen aufgenommen.

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