Kurz, aber heftig : Unwetter wütete arg in der Region

In Neu Zachun prasselten diese Hagelkörner mit Wucht auf Häuser und Autos.
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In Neu Zachun prasselten diese Hagelkörner mit Wucht auf Häuser und Autos.

Starkregen sorgte für überflutete Straßen, eiergroße Hagelkörner beschädigen und zerstören Autos, Dachfenster und Terassen

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30. August 2016, 10:00 Uhr

Kurz, aber heftig: So lässt sich wohl das Unwetter am allerbesten beschreiben, das am Sonntag in den frühen Abendstunden in der Region wütete. Das Gewitter brachte neben Blitz und Donner auch reichtlich Regen mit. Die Wassermassen ließen Straßen binnen weniger Sekunden zu Bächen werden. So unter anderem auch in Grabow, wo die Gullys die Massen nicht mehr regulkierend aufzunehmen vermochten. Dazu gabe es Windböen, die an Heftigkeit nichts zu wünschen übrig ließen. In einigen Teilen des Landstriches blieben die Bildschirme dunkel, da der Fernsehempfang ausgefallen war.

„Der Hagelschauer dauerte nur wenige Minuten. Er kündigte sich am Sonntagabend durch vereinzelte Hageleinschläge an, kurz darauf schossen zum Teil eiergroße Hagelkörner auf die Erde und beschädigten sowie zerstörten bei mir das Auto wie auch ein Dachfenster. Bei Aufenthalt im Freien hätte aus meiner Sicht Lebensgefahr bestanden. Der Verkehr auf der A24 kam sofort zum Erliegen. Die Hagelkörner schossen nicht senkrecht vom Himmel, sondern mit großer Kraft seitlich. Das war eine Naturgewalt, die ich selbst so noch nie erlebt habe“, berichtet gestern unser freier SVZ-Mitarbeiter Tilo Röpcke aus Neu Zachun und schickte als Beweis nebenstehendes Bild mit.

Gleiches geschah auch in Zapel. Wie uns eine Einwohnerin gestern berichtet, seien nur etwa zehn Minuten lang die großen Hagelkörner vom Himmel gefallen, hätten aber bei ihr das Dach der Terrasse durch die Einschläge völlig zerstört. Ihr Kommentar: „Das war schon echt krass!“

In Neustadt-Glewe und Ludwigslust sollen Sonntagabend um die 38 Liter Regen an Niederschlagsmenge pro Quadratmeter gemessen worden sein.

In Boizenburg konnte ein leichtes Festzelt am Sonntag gegen 17 Uhr dem Sturm nicht mehr standhalten, es knickte ein. Die Feuerwehr musste ausrücken, denn auch das Gerüst am örtlichen Rathaus war teilweise abgerissen.

Im Bereich der WEMAG-Netzdienststelle Hagenow kam es am Sonntag in den Abendstunden zu Störungen im Mittelspannungsbereich. „Hauptsächlich betroffen war das Versorgungsgebiet südwestlich von Hagenow“, sagte Dirk Lembke und verwies auf die Bereiche in und um Neuhaus, Darchau, Groß Kühren, Pommau, Bitter, Haar, Toddin, Vellahn, Kloddram, Setzin, Pätow-Steegen, Pritzier und Schwechow. Zwischen 17.30 Uhr und 22 Uhr waren teilweise 2000 Kunden ohne Strom.

„Ursache waren durch Windböen umgestürzte Bäume, die in die Freileitungen fielen. Außerdem verursachte das Gewitter einige Kabelstörungen“, ergänzte der Abteilungsleiter für Mittel- und Niederspannung des Energieversorgers. Durch den schnellen Einsatz der Mitarbeiter seien bereits in der Nacht zu Montag wieder alle Kunden mit Strom versorgt worden. Ausnahme bildete ein Betriebsgelände, zu dem es keinen Zugang gab. Gegenwärtig laufen Reparaturarbeiten an den elektrischen Anlagen und können voraussichtlich heute abgeschlossen werden.

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