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Hagenow / Wittenburg : Unwetter sorgte für viele Schäden

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Mehrere Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume führten zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehren in der Region

von
erstellt am 06.Jul.2015 | 20:00 Uhr

Das Unwetter sprengte am vergangene Wochenende wohl so einige Garten -oder Poolpartys. Zu später Abendstunde zogen heftige Gewitter mit orkanartigen Sturmböen, extrem lautem Donner und vielen Blitzen über den Landkreis Ludwigslust-Parchim. Diese sorgten für mehrere Blitzeinschläge in der Region. Einige Bäume kippten auf die Straßen und behinderten den Verkehr.

Die Hagenower Feuerwehr hatte am vergangenen Wochenende viel zu tun, gleich mehrmals schlugen Blitze in Wohnhäuser ein. Bereits in der Nacht zum Sonntag krachte ein Blitz in ein Mehrfamilienhaus in der Parkstraße, beschädigte dort mehrere Steckdosen und Stromkreise. In Neu Klüß, einem Ortsteil von Kirch Jesar, krachten der Schornstein und Teile eines Daches nach einen Blitzeinschlag herunter. Auch dort verschmorten mehrere Steckdosen. Mit einer Wärmebildkamera waren die Kameraden der Feuerwehr im Einsatz, stellten allerdings keine Glutnester fest, wie Tobias Wiebke der stellvertretende Wehrleiter informierte.

„Über eine halbe Stunde haben meine Kameraden und ich im Hagenower Gerätehaus warten müssen. Bei so starken Unwettern fahren auch wir nicht sofort zu den Einsätzen. Erst wenn der Schutz der Feuerwehrleute gewährleistet ist, rücken wir aus,“ sagte Wiebke.

Blitzeinschläge sind aber nicht der einzige Grund für die Einsätze der Hagenower Feuerwehr gewesen. Die Steegener Chaussee und die Parkstraße waren laut Wiebke mit Wasser überflutet und mussten abgepumpt werden. Einige Bäume waren umgekippt oder abgeknickt. So auch in der Gartenstraße. Eine Baumkrone war dort abgebrochen und hatte ein Auto und ein Wohnmobil beschädigt.

Ebenfalls eine böse Überraschung erlebten auch die Anwohner der Augustenstraße. Auf dem Grundstück der ehemaligen Volkshochschule schlug der Blitz in eine Kastanie ein. Die drei daneben parkenden Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Keines konnte mehr gestartet werden. Ein Versuch, die Fahrzeugbatterie zu überbrücken schlug ebenfalls fehl. Selbst die gelben Engel vom ADAC konnten nicht mehr helfen. Vermutlich seien einige Steuergeräte an den Pkw durch die Überspannung kaputt gegangen, sagte Michael Rödel, einer der Betroffenen.

In Wittenburg waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr noch bis zum Montagnachmittag mit der Beseitigung von Sturmschäden beschäftigt. Sie hatten 16 Einsätze, in denen sie umgekippte Bäume oder herabgestürzte Äste beseitigen mussten. Auch dort rückten sie mit ihren Pumpen in der Bahnhofstraße in Wittenburg an, da diese unter Wasser stand, wie Stefan Schwarz, der Wittenburger Wehrleiter mitteilte.

Die kräftigen Sturmböen führten auch zu Verkehrsunfällen. So befuhr ein 62-Jähriger mit seinem Auto die B5 aus Redefin kommend in Richtung Pritzier, als in Höhe Neuenrode durch das Unwetter ein massiver Ast auf die Fahrbahn stürzte. Trotz einer Gefahrenbremsung konnte der Fahrer einen Zusammenprall nicht mehr verhindern, der Mann blieb dabei aber unverletzt. Am Auto entstand jedoch Totalschaden, wie die Polizei informierte.

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