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Unverhohlener Ärger über geplante Landkreis-Feier

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Feierstunde zu „25 Jahre Grenzöffnung“ als geschlossene Veranstaltung stößt bei Bürgern auf Unverständnis

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2014 | 11:46 Uhr

Dass der Landkreis die Feier zum Ereignis „25 Jahre Mauerfall“ am 9. November als geschlossene Veranstaltung in Konau plant, trifft bei sehr vielen Menschen im Amt auf Unverständnis. „Ich finde es ganz schlimm, dass die Bevölkerung davon ausgeschlossen ist. Der Landkreis hätte mit seiner so langen direkten Grenze zur ehemaligen DDR allen Grund, öffentlich zu feiern“, meint dazu Hans Ebeling, langjähriges, ehemaliges Ratsmitglied und Deichverbandsvorsteher. Klaus Niederhoff, Mitglied im aktuellen Rat, hat, wie alle anderen Ratsmitglieder auch, eine Einladung bekommen. Er will aber nicht teilnehmen. „Ich habe noch niemanden gehört, der es gut findet, wie das ablaufen soll, nur Kritik. Den Mauerfall haben die Bürger herbei geführt und nicht die Politik.“

Bürgermeisterin Grit Richter kommt indessen immer häufiger in Erklärungsnot. Manch einer schließt aus der Tatsache, dass sie auf der Veranstaltung ein Grußwort spricht, auf eine Beteiligung der Gemeinde an der Feier. Sie stellt klar: „Wir sind als Gemeinde lediglich darüber informiert worden, dass der Landkreis eine Feier plant und um Zuarbeit gebeten worden, was die Adressen von Vereinsvorständen, Ratsmitgliedern und anderen angeht. Wir wurden aber nicht an den Planungen beteiligt, mit uns wurde nichts abgesprochen. Es ist eine Feier, die der Landkreis ausrichtet und wenn ich als Bürgermeisterin gebeten werde, ein Grußwort zu sprechen, kann ich das natürlich nicht ablehnen.“ Auf der Rückseite der Einladung zur geschlossenen Veranstaltung gibt der Landkreis einen Hinweis auf das Brückenfest als Fest für alle Bürger, ohne allerdings daran in irgendeiner Weise beteiligt zu sein. „Wir haben uns bewusst für eine geschlossene Veranstaltung entschieden. Wir standen ja vor der Situation, dass die Gemeinde mit dem Brückenfest schon ein großes Fest für die Bürger veranstaltet,“ erläutert Sigrid Ruth vom Landkreis. Man dürfe auch nicht vergessen, dass die Grenzöffnung vor 25 Jahren alle Bürger des Landkreises betrifft. Man hätte auch eine zentrale Veranstaltung in Lüneburg durchführen können, habe sich aber aus der besonderen Situation als Grenzregion ganz bewusst für Konau entschieden. „Es sind Vertreter örtlicher Vereine und Verbände und die Ratsmitglieder eingeladen und wir hoffen, damit alle örtlichen Repräsentanten erfasst zu haben“, so Sigrid Ruth.

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